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Vernetzt ist Konstantin Guericke im Silicon Valley wie kaum ein anderer deutscher Startup-Manager. Nun kehrt der Linkedin-Mitgründer als Venture Partner bei Earlybird nach Deutschland zurück und will mit seinem Know-how und seinen Kontakten deutschen Portfoliounternehmen den Schritt in die USA möglich machen.

Konstantin Guericke: professioneller Netzwerker

Mit Konstantin Guericke hat Earlybird Venture Capital (www.earlybird.com) einen der bekanntesten Namen der deutschen Internet-Gründergeschichte an Bord geholt. Der Mitbegründer des sozialen Netzwerks Linkedin (www.linkedin.com) soll als Venture Partner den Aufbau des neuen Berliner Tech-Fonds begleiten. Als Hauptaufgabe will er dabei Portfoliounternehmen beim Sprung über den großen Teich helfen und attraktive Investmentideen ausfindig machen. Glaubt man seinen eigenen Aussagen, soll es sich dabei explizit nicht um Copycats handeln, sondern um innovative Jungunternehmen, in denen er internationales Potenzial sieht.

Der professionelle Netzwerker hat einige bewegte Jahre hinter sich. Mit dem Businessnetzwerk LinkedIn, das er im Jahr 2005 mit seinem Partner Reid Hoffman gegründet hat, ist er als einer der wenigen deutschen Startup-Gründer gleich auf Anhieb im Silicon Valley gelandet und hat sich dort schnell einen Namen gemacht. Vernetzt hat er sich ungefähr im gleichen atemberaubenden Tempo, in dem sein Unternehmen gewachsen ist.

Nicht alles lief wie geschmiert

Dann kam ein neuer Anlauf mit dem Voice-over-IP-Anbieter Jaxtr (www.jaxtr.com) – und der ging ziemlich in die Hose. Die Bekanntheit blieb trotz 10 Millionen Nutzern nach drei Jahren recht gering, der erhoffte Netzwerkeffekt hat niemals so richtig eingesetzt, wie Guericke selbst ehrlich zugibt. Zwischenzeitlich war das Unternehmen zu einer Art Billigtelefonanbieter geworden, was allerdings nie Guerickes Absicht gewesen sei. Letztendlich hat er deshalb seinen Chefposten hingeschmissen, sein Jungunternehmen an die Firma Sab Se Technologies verkauft – und dann wieder bei Linkedin angeheuert.

Seit 2009 ist Linkedin an der Börse, heute verweist das Unternehmen auf über 150 Millionen Nutzer in 200 Ländern. Ob Linkedin das One-Hit-Wonder von Konstantin Guericke bleibt, wird sich zeigen – zunächst wechselt der Unternehmer auf die Investorenseite und wird nun beweisen müssen, dass er ein feines Gespür für Gründungen hat. Warum er nun das Berliner Startup-Ökosystem verstärken will, was er bei Linkedin gelernt hat und was seine Pläne für die kommenden Monte und Jahre sind, verrät Konstantin Guericke übrigens im Interview mit Gründerszenes englischsprachiger Schwesterpublikation VentureVillage.