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Lieferando, Lieferheld, Pizza.de & Co: Der Wettlauf der Lieferdienste überschlägt sich wöchentlich. Nachdem Lieferando (www.lieferando.de) erst kürzlich über eine Finanzierungsrunde von vier Millionen Euro informierte, legt der Anbieter aus Berlin nun nach und holt den Wettbewerber Eat-Star (www.eat-star.de) unter sein Dach.

Lieferando steigert seine Restaurantanzahl

Lieferando holt mit der Übernahme von Eat-Star auf und erhöht die Anzahl seiner Restaurantkooperationen von 3.000 auf 3.500, damit kommt das Unternehmen ein Stück näher an den Lieferservice Pizza.de (www.pizza.de), der mit 5.000 Restaurants Marktführer ist. Lieferheld (www.lieferheld.de) hat derzeit lediglich 2.500 Restaurantkooperationen vorzuweisen. Doch mal jenseits der Tatsache, dass es sicherlich auch Überschneidungen zwischen den Restaurants von Eat-Star und Lieferando gibt, ist Restaurant auch nicht gleich Restaurant.

Allein über die Quantität zu messen, welcher Lieferdienst am besten performt, wäre wohl eine Milchmädchen-Rechnung, setzen Restaurants in Berlin doch etwa wesentlich mehr um, als Betriebe in Kleinstädten. So heißt es aus Branchenkreisen, dass Eat-Star in seiner gesamten Firmenhistorie so viele Transaktionen gemacht haben soll, wie Lieferheld an einem Wochenende. Es dürfte also vor allem eine Talent-Akquisition gewesen sein, die Lieferando zur Übernahme von Eat-Star motiviert hat, schließlich wurde auch die Vertriebsmannschaft des einstigen Konkurrenten mit übernommen.

Lieferando will Marktführer werden

In der Vergangenheit fokussierte Lieferando sich stark auf das B2B-Geschäft und versuchte große Geschäftskunden an sich zu binden, schwenkte sein Modell dann allerdings auf den B2C-Ansatz um und verwendet inzwischen auch den ursprünglichen Namen YourDelivery (www.yourdelivery.de) nur noch für das internationale Segment. Wie Lieferando bündelt Eat-Star nicht nur Pizza-Bringdienste, sondern auch Lebensmittellieferanten.

Das im Dezember 2009 von Daniel Bosch, Uwe Kampschulte und Mark Beyer gegründete Eat-Star soll jedoch als Marke erhalten bleiben – ein Schritt, der eher überrascht. Eat-Star-Gründer und -Geschäftsführer Daniel Bosch verstärkt ab sofort das Management von Lieferando und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir freuen uns, mit Lieferando.de künftig ein starkes Team zu bilden, mit dem wir auf das Ziel der Marktführerschaft hinarbeiten“, sagt Bosch zur Übernahme.

Entsprechend siegessicher gibt man sich auch im Lager von Lieferando: „Mit der Akquisition von Eat-Star haben wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Marktführerschaft getan“, sagt Jörg Gerbig, Gründer und Geschäftsführer von Lieferando. Nachdem Lieferheld im März bereits eine Finanzierung über vier Millionen Euro erhalten hat und im Mai als erster Player im Markt mit einer eigenen Hardware-Lösung für die teilnehmenden Lieferdienste überraschte, zog Lieferando im Juli mit vier Millionen Euro Finanzierung nach und erhöht mit der Übernahme nun zusätzlich den Druck auf Branchenprimus Pizza.de.

Und auch in Sachen Marketing wird Gas gegeben: Mit aufwändigen Werbekampagnen probieren die Lieferdienste ihre Reichweite und Bekanntheit zu steigern. Bei einem Umsatz von über vier Milliarden Euro im Jahr – Tendenz steigend – ist es sicherlich nachvollziehbar, dass der Food-Delivery-Markt derart umkämpft ist.

Mitarbeit: Nora-Vanessa Wohlert