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Xing (www.xing.com) hat bestanden im Gewusel der Social-Networks – mit einem klaren Fokus auf Business und trotz internationaler Konkurrenz. Diese startet nun den Angriff auf den deutschen Platzhirschen: LinkedIn (www.linkedin.de) hat ein erstes Büro in Deutschland eröffnet. Die Leitung des Standorts München und die Verantwortung für die Aktivitäten übernimmt Kai Deininger. Als Direktor von LinkedIn Germany soll er die Bekanntheit steigern und die Position  im deutschen Markt weiter festigen. Die Schwerpunkte liegen auf Kundenbindung, strategischen Partnerschaften mit Unternehmen sowie Marketing und Vertrieb. Das Ziel: LinkedIn will Nummer eins unter den Geschäftsnetzwerken in Deutschland werden.

LinkedIn will Kunden und Mitglieder gewinnen

Das globale Karriere-Netzwerk LinkedIn will mit einem Büro in München neue Mitglieder und Kunden im deutschsprachigen Raum gewinnen. Bereits 2009 hatte LinkedIn eine deutschsprachige Version seiner Plattform eingeführt. LinkedIn ist bisher klare Nummer zwei hinter dem Marktführer Xing, sieht sich selbst aber auf einem guten Weg.

Als erfolgreichster Wirtschaftsstandort in Europa und zweitgrößte Handelsmacht der Welt, ist Deutschland ein wichtiger Markt für LinkedIn. „Die Eröffnung unseres ersten Büros und der Aufbau eines eigenständigen Teams ist der erste große Schritt, um unsere Präsenz in Deutschland weiter auszubauen. Kai Deiningers Branchenkenntnisse im Recruitment- und Onlineservicebereich sowie sein umfassendes Wissen über den deutschen Markt werden uns dabei unterstützen, unser Wachstum weiter zu steigern“, sagt LinkedIn-Europachef Ariel Eckstein.

Allein im vergangenen Quartal sind laut Unternehmensangaben 220.000 neue Mitglieder hinzugekommen. LinkedIn ist mit 120 Millionen Mitgliedern weltweit das größte Business-Netzwerk, liegt in Deutschland aber hinter dem Konkurrenten Xing, der 4,9 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vernetzt.

Deininger leitet sechsköpfiges Team

Im neuen LinkedIn-Büro in München werde sich Kai Deininger zunächst mit einem sechsköpfigen Team sowohl um die Mitglieder kümmern als auch um Unternehmenskunden für Business-Lösungen. Dabei handelt es sich um Angebote für die Anwerbung neuer Mitarbeiter sowie für zielgerichtete Werbung. Vom LinkedIn-Umsatz – im zweiten Quartal dieses Jahres waren es 121 Millionen Dollar – entfallen nach Angaben von Europachef Ecksteins 48 Prozent auf das Geschäft mit Dienstleistungen für die Personalsuche, 32 Prozent auf Werbung und 20 Prozent auf Einnahmen von zahlenden Mitgliedern. Wie bei Xing ist die Basismitgliedschaft bei LinkedIn kostenlos, für zusätzliche Funktionen fallen Gebühren an.

Deininger war bereits als Managing Director beim Jobportal Monster und als General Manager beim Online-Markplatz MFG tätig. Zu seinen Stationen gehört auch der Computerkonzern HP.

LinkedIn punktet mit Internationalität

Die Büroeröffnung in Deutschland ist Teil der Europa-Expansion von LinkedIn. Im März hatte das Business-Netzwerk eine Niederlassung in Paris eröffnet, im Mai folgte ein Büro in Stockholm, um den skandinavischen Markt abzudecken. Mit weiteren Abteilungen in London, Dublin und Amsterdam hat LinkedIn nun insgesamt sechs Standorte in Europa. Nach Angaben von Eckstein sollen auch Portale auf Russisch, Rumänisch und Türkisch folgen.

Xing konzentriert sich inzwischen auf den deutschsprachigen Raum, weil in allen wesentlichen Auslandsmärkten Linkedin schon Marktführer ist. LinkedIn könnte deshalb in Deutschland vor allem mit seiner Internationalität und den kostenlosen Basisfunktionen punkten. Eine Werbekampagne soll das Geschäft in Deutschland ankurbeln. Wer gewinnt im Kampf um Business-Kontakte?