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Da Essen, Trinken, Anziehen, Tierefüttern und vielleicht sogar Basteln zu den rudimentärsten Elementen im Leben zählen, wird zurzeit alles in Kisten geworfen und um die halbe Welt verschifft. Da verwundert es nicht, dass nun auch unsere irdischen Triebe im Abo gestillt werden sollen; Box auf – ab ins Bett. Die LoversBox startet offiziell am 31. Mai 2012. Erfahrungsberichte der Leser über ungeahnte Höhepunkte in der Gründerszene sind erwünscht. 

 

Wenn die GlossyBox kreischende Ladies mit Lippen-Tattoos beglückt; warum sollten dann nicht auch rosafarbene Raupen-Vibratoren im Abo funktionieren? Der Abo-Commerce-Hype widmet sich also einem neuen Sektor: der Erotikbranche. Vibrierende Spielzeuge, Massagegeräte, -gele und andere Produkte für intime Stunden bietet die LoversBox (www.loversbox.de), die Überraschungskiste mit erotischen Artikeln. ­­

LoversBox: Ein einzigartiges Spaß-Abenteuer für Verliebte

Die Box von der Vertriebsagentur Liebesengel (www.liebesengel.org) passt zum Agenturkonzept: Bereits 2009 begann die Agentur sogenannte Dildoparties zu veranstalten, um damit ihr Sortiment an Mann und Frau zu bringen. Die LoversBox ist eine Überraschungsbox mit hochwertigen erotischen Lifestyle-Artikeln. Der Inhalt, der in einer schwarzen Box direkt ins Schlafzimmer geliefert wird, ist im Abo für 29,90 Euro erhältlich und wird alle zwei Monate verschickt.

Die Kiste, die hier auf dem Schreibtisch landete, erfreute das Team mit einem hochwertigen rosanen Vibrator von Fun Factory, mehreren Ölen und Gleitmitteln und einem kleinen Heftchen mit der Aufschrift „Erotischer Genuss auf japanische Art“. Nicht sehr überzeugend ist jedoch das Design der Box: Billiges schwarzes und ein bisschen rotes Seidenpapier sowie ein gräulich-schwarzer Pappkarton nehmen dem Ganzen den Zauber und regen weniger zur sinnlichen Verführung an.

Abo-Commerce-Modell, Sexspielzeug kaufen, LoversBox, Sexspielzeug im Abo, Abo-Commerce-Hype, LoversBox – Nachhaltige Idee oder Abo-Commerce-Wahn?

Das Abo-Commerce-Modell für die Erotikbranche ist aus zwei Gründen ein Ansatz mit Potenzial: Zum einen gibt es in Deutschland immer noch eine Hemmschwelle für Normalbürger, in diverse Erotikläden zu marschieren und sich ein hübsches Paket aus Spielzeug zusammenzustellen. Man stelle sich nur mal ein paar Minuten vor den Beate-Uhse-Laden am Berliner Kudamm und beobachte die hochroten gesenkten Köpfe, die mit schwarzen Tüten und möglichst unauffällig den Laden verlassen. Der Abo-Versand bietet hier eine gute Alternative, um anonym – notfalls nur vor dem Postboten oder an der Päckchenstation – zu erröten.

Zweiter Punkt ist der Reiz der Überraschung. Gerade bei so brisantem Spielzeug ist die Box eine gute Möglichkeit, um in das Liebesleben Abwechslung zu bringen und Dinge auszuprobieren, die man vorher nicht kannte – geschweige denn jemals gekauft hätte. Auch als Geschenk zum Valentinstag, Jahrestag oder zur Goldenen Hochzeit bietet die LoversBox eine nette Alternative zu verwelkenden Blumensträußen.

Wie sich die LoversBox entwickelt, wird sich wohl mit der Zeit herausstellen. Ein Problem könnte sein, dass die Abnutzung qualitativ hochwertiger Sex-Spielzeuge langsamer vonstatten geht als bei anderen Artikeln im Abo-Modell. Lebensmittel, die regelmäßig nach Hause geliefert werden, verbraucht man innerhalb weniger Tage, Bastelspielzeug bestenfalls auch. Das sieht bei der LoversBox etwas anders aus, da nicht jeden Monat für den Otto-Normalerverbraucher ein neues batteriebetriebenes Gerät benötigt wird. Solange jedoch die kreativen Ideen der Liebesengel nicht ausgehen, gibt es bestimmt Abnehmer für kleine, große, dicke, dünne Delfin-, Raupen- und Schmetterlingsvibratoren.