Es ist das übliche Procedere, wenn ein amerikanischer Stratege das eigene Unternehmen kauft: Ist das Knallen der Sektkorken verhallt, rollen die Kostensenkungswellen. Häufig geschieht dies sogar einfach pro forma, da sich gerade bei schnell wachsenden StartUps Kostenstellen anhäufen, die sich evtl. vermeiden lassen. So geschehen nun auch bei Groupon CityDeal (www.groupon.de), welches im Mai diesen Jahres durch Wettbewerber Groupon übernommen wurde.
Burnrate und Personalgröße bei CityDeal sollen angeblich gesenkt werden
Groupon CityDeal, das binnen sechs Monaten auf rund 700 Mitarbeiter gewachsen ist, musste nun auch auf die Kostenbremse treten und seine hohe Burnrate senken. Zum Vergleich: Mutterschiff Groupon bringt es für den gesamten amerikanischen Markt auf etwa 300 Mitarbeiter. Zwar erfordern die einzelnen Länder in Europa muttersprachliche Mitarbeiter in Vertrieb, Operations und Customer-Support – was einen großen Personalkostentreiber ausmacht – mehr als doppelt so viele Mitarbeiter wie in den USA dürften für Groupon nach aller Logik dennoch zuviel des Guten gewesen sein.
So soll nun die erste Kostensenkungswelle über CityDeal rollen, der laut unbestätigten Insider-Informationen 60 bis 70 von insgesamt 300 Mitarbeitern in ganz Deutschland zum Opfer gefallen sein sollen. Dies entspräche etwa einem Viertel der Belegschaft für den deutschen Markt, wobei wohl speziell das Marketingsegment ausgedünnt wurde – nicht ganz verwunderlich, nachdem der Hauptbuzz ja nun hinter CityDeal liegt und der Exit an Groupon gelungen ist. Andere Quellen sprechen sogar von Entlassungen im niedrigen dreistelligen Bereich – eine Zahl, die Gründerszene in dieser Höhe bisher nicht bestätigen konnte.
Auf Anfrage der Redaktion bestätigte CityDeal-Geschäftsführer Daniel P. Glasner jedoch nur den Wegfall von vier Prozent aller Mitarbeiterstellen: “Seit Beginn diesen Jahres ist unser Unternehmen international sehr stark gewachsen. Wie in solchen Prozessen nicht ungewöhnlich haben wir in den letzten Wochen die Strukturen weiter optimiert, Kompetenzen gebündelt und das Mitarbeiterprofil auf die internationalen Anforderungen angepasst. Dies betraf weniger als 4% aller Mitarbeiter,” teilte Glasner per E-Mail mit. Nimmt man alle in Europa tätigen Mitarbeiter von Groupon zur Grundlage, entspräche dies 28 Mitarbeitern, für Groupon USA und Europa wären es 40. Weiter teilt Glasner mit: “Derzeit stellen wir jede Woche europaweit neue Mitarbeiter in ganz Europa ein.”
Für die Entlassungen soll ein Hotelzimmer gegenüber den CityDeal-Büros angemietet worden sein. Ein Kongresszimmer à la DSDS oder “Up in the Air”, in dem dann im Laufe von zwei Tagen Mitarbeiter am Fließband gefeuert und direkt freigestellt wurden, berichtet ein Betroffener gegenüber Gründerszene. Ein gewisser “Flurfunk” ließ sich dennoch nicht vermeiden. Als offizieller Grund seien Budgetkürzungen durch das US-Mutterschiff kommuniziert worden, die bis vor kurzem nicht bekannt gewesen sein sollen. Gründerszene hat keine offizielle Bestätigung dieser Kürzungen als Grund für das Hire and Fire bei Groupon CityDeal erhalten können.
Brisant: Mitarbeiterschlacht mit DailyDeal
Einge gewisse Brisanz erhält die CityDeal-Entlassungswelle, weil zuvor proaktiv Mitarbeiter bei Hauptkonkurrent DailyDeal (www.dailydeal.de) abgeworben wurden, die nun teilweise auf die Straße gesetzt wurden. Betroffene sprechen davon, dass sie Gehälter angeboten bekommen haben, die bis zu doppelt oder dreifach so hoch waren wie bei Konkurrent DailyDeal. DailyDeal-Mitarbeiter wurden aufgrund der spezifischen Kenntnisse gezielt abgeworben, vermutet ein Betroffener, um CityDeal weiter voranzutreiben, mit dem Nebeneffekt, dass DailyDeal dadurch geschwächt wurde.
Bei Bewerbungsgesprächen sollen Insider-Informationen über die Bedürfnisse der DailyDeal-Wechselkandidaten vorgelegen haben. Ein Procedere, das Gründerszene nicht offiziell bestätigen konnte, von Betroffenen auf beiden Seiten aber mitgeteilt bekommen hat. Dass umgekehrt auch CityDeal-Mitarbeiter die Fronten gewechselt haben, ist sicherlich ebenso gut denkbar.
Dass es City-Deal-intern die Anweisung gegeben hat, sinnvollerweise bei DailyDeal Personal abzuwerben, hat eine interne Quelle gegenüber Gründerszene als wahrscheinlich eingestuft. Dass diese Mitarbeiter jedoch mit hohen Gehältern gelockt wurden, um sie dann nach kurzer Zeit zu entlassen und so für beide Unternehmen zu verbrennen, sei hingegen nicht plausibel. Wahrscheinlicher ist, dass Groupon CityDeal seinen Overhead stark aufgebläht und dabei auch wesentlich zu hohe Löhne gezahlt hat. Nun gilt es, diese Kosten zu senken, doch auch bei der Planung wurden anscheinend verschiedene Planungsfehler gemacht.
Nachdem Groupon CityDeal nun feststellte, dass man auf verschiedene Mitarbeiter nicht angewiesen ist – wozu auch einige Ex-DailyDeal-Mitarbeiter zählen – hinterlässt dies nun freilich einen bitteren Nachgeschmack. Die DailyDeal-Deserteure, denen nun das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde, werden laut Gründerszene-Informationen “auf keinen Fall mehr bei DailyDeal aufgenommen” und müssen sich nun nach neuen Arbeitsstellen umschauen – insgesamt also eine Wettbewerbssituation, die auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wurde.
Zu den möglichen Ursachen der CityDeal-Massenentlassung
Dass bei so vielen Märkten, die gleichzeitig angegangen werden eine insgesamt hohe Burnrate entsteht, bis die einzelnen Segmente profitabel sind, überrascht wenig. Nachdem das Exit-Ziel von CityDeal nun erreicht wurde, dürfte es auch fast unumgänglich sein, die Aggressivität und die eigene Burnrate runter zu schrauben, damit der performancebasierte Deal mit Groupon aufgeht.
Zum Teil ist dies sicherlich der Preis der Aufbau-Geschwindigkeit von CityDeal – 700 Mitarbeiter in sechs Monaten aufzubauen, ist ein wahrlich hohes Wachstum – andererseits zeigt sich auch ein gewisses Maß an Fehlplanung und Inkompetenz, wenn Mitarbeiter entlassen werden, die teilweise einen Monat vorher eingestellt wurden und im ungünstigsten Fall noch bei Konkurrent DailyDeal aus einer Festanstellung abgeworben wurden.
Auch die Performance in einigen europäischen Ländern könnte sich auf die Entscheidung, eigene Mitarbeiter zu entlassen, ausgewirkt haben. Speziell in Großbritannien soll es Groupon CityDeal schwer haben, da dieser Markt ein teureres Marketingumfeld aufweist als andere europäische Märkte und viel kompetente und professionelle Konkurrenz beherbergt.
Fazit: Groupon CityDeal zwischen Chaos und Fahrlässigkeit?
Es ist wohl vor allem der Aufbaugeschwindigkeit geschuldet, dass Groupon CityDeal sich nun von einem signifikanten Teil seiner Belegschaft trennen muss. Und auch wenn der Gesamterfolg den Jamba-Brüdern Recht gibt, verbleiben Einzelfälle mit moralisch fraglichen Folgen. Es wirkt, als habe das Unternehmen mit einer teilweise fehlenden Weitsicht agiert und einige Inhalte chaotisch aufgebaut. Man möchte fragen: Hätte man dies nicht vorher wissen können?
Freilich muss einem so jungen StartUp aber auch zugestanden werden, dass verschiedene Weichenstellungen getroffen werden, die in diesem Alter vertretbar sind. Gleichzeitig verbindet sich dennoch eine gewisse moralische Verpflichtung, wenn Mitarbeiter langfristig angestellt werden. So sind es vor allem Individuen, die darunter leiden, dass sehr schnell sehr viele Angestellte für Positionen aufgebaut wurden, die man nun bei Groupon CityDeal nicht mehr braucht.


Bekannterweise eignen sich die Gründerszene-Schreiberlinge nicht dazu wirklich etwas im Internet zu arbeiten. Nun fehlt auch noch die journalistisch korrekte Distanz:
“Die DailyDeal-Deserteure, denen nun das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde, werden laut Gründerszene-Informationen “auf keinen Fall mehr bei Daily Deal aufgenommen” und müssen sich nun nach neuen Arbeitsstellen umschauen – insgesamt also eine Wettbewerbssituation, die auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wurde.”
Wer so ungeschickt und illoyal ist, zum Haupt-Mitberwerber zu wechseln und nur wegen eines Gehalts seinen Lebenslauf zu verderben, der muss mit solchen Wirrungen rechnen. Der Lebenslauf war übrigens an der Stelle verdorben als vom einen ins andere Lager gewechselt wurde und nicht erst bei der Entlassung bei Groupon/CityDeal. Die “Deserteure” sind vollkommen selbst verantwortlich und man kann in diesem einen Fall zumindest nicht davon sprechen, dass etwas auf deren Rücken ausgetragen wurde.
Wir suchen noch gute Mitarbeiter, daher bewerbt euch bei uns!
Sagen wir es mal so aus Karriere Sicht, ich denke hier wusste jeder in welches ” Fahrwasser ” man sich begibt. Und sicherlich haben auch einige wenige Mitarbeiter ” options ” bekommen. Schön ist die Vorgehensweise nicht, aber was soll man da klagen. Wer den Verlockungen von neuen Angeboten nicht wiederstehen kann, der sollte sie ( die Jobangebote ) erst gar nicht ” hören ” bzw. sich mit dem neuen Arbeitgeber treffen.
Sollte man da jetzt etwa überrascht sein? :P
Für einige der An- und Abgeworbenen wohl auch nicht das erste Start-up, manche waren sogar schon mal bei Rocket, also… werden die wohl auch damit gerechnet haben. Es sei denn sie halten sich selbst für unentbehrlich ;)
[...] im Markt sind äußerst widersprüchlich – von 40 bis 100 Mitarbeitern ist die Rede. Wie Gründerszene berichtet, soll für die Entlassungen ein Hotelzimmer angemietet worden sein: “Ein [...]
Es geht hier nicht nur um Abgeworbene von DailyDeal. Es wurden auch Mitarbeiter entlassen, die branchenfremd aus zum Teil langjährigen, unbefristeten Arbeitsverträgen abgeworben wurden. Und das bestimmt nicht mit dem doppelten Gehalt; es gibt nämlich auch so Beweggründe wie neue Herrausforderungen, mehr Personalverantwortung etc.. Zudem sind einige Mitarbeiter für den Job bei Citydeal/ Groupon extra nach Berlin gezogen. Wenn man eine Familie zu ernähren hat, ist das wirklich bitter…
Was schert es die Jamba-Brüder. Sie haben doch alles richtig gemacht. Sie haben sich die Mitarbeiter geholt die am Wachstun des Unternehmens mitarbeiten wollten. Jeder Mitarbeiter bei einem Satrtup muss doch auch langsam mitbekommen haben wie der Hase läuft. Das bedeutet nichts anders; als auf zum nächsten bis zum Exit. Tja das liebe Geld wenn das nicht wär. Wie langweilig wäre unser leben.
Also sorry, ich selbst kenne 3 Leute, die duch City Deal von Daily Deal abgeworben wurden und nach drei (!) Wochen wieder auf die Straße gesetzt wurden. Das hat Nichts mehr mit Unternehmertum zu tun, sondern klingt ganz stark nach Spielplatz junger Studienabgänger, die mit dem Geld fremder Investoren einen Ballon aufblasen, von Verantwortung, die ein Unternehmer hat, aber nichts kennen. Wie auch? Lebens- bzw Berufserfahrung gibts ja noch nicht, wenn man direkt nach dem Studium bei den großen mitspielen will. Viel besser ist Daily Deal übrigens auch nicht. Wie auch immer. Solche Läden darf man mit seinem Geld nicht unterstützen!
Und da sind die vielen Freelancer – gerade aus dem Vertrieb noch gar nicht mitgezählt, oder?
Alles nur eine Blase. In ein paar Monaten gibts kein Citydeal und auch kein Dailydeal mehr.
Mich wundert das nicht, dass es bereits jetzt zu umfangreichen Entlassungen bei CityDeal kommt. Meiner Meinung nach ist das ganze Thema Groupon in Deutschland eine große Reifenblase.
Wenn man sich bei CityDeal und auch DailyDeal mal die genauen Verkaufszahlen in den einzelnen Städten anschaut, muss man feststellen, dass eigentlich nur in den großen deutschen Städten vernünftige Roherträge erzielt werden können. In den mittleren und kleinen Städten werden in den meisten Fällen viel zu wenig offline Deals verkauft. Das kann mit Sicherheit nicht mal für die Finanzierung eines fest angestellten Vertriebsmitarbeiters reichen.
Dass also ein paar erfolgreiche Standorte reichen sollen, um bundesweit mehrere hundert Mitarbeiter zu bezahlen + alle anderen anfallenden Kosten, ist schlicht unmöglich. So wundert es mich nicht, dass bereits jetzt die ersten Mitarbeiter wieder gehen müssen.
Was auch noch spannend bleibt, ist die Nachhaltigkeit des Groupon Konzepts in Deutschland. Die teilnehmenden Unternehmen zahlen einen hohen Preis dafür, dass sie mitmachen dürfen. Teilweise mehr als 50% Rabatt zu geben und dann noch Provisionen an die Dealseitenbetreiber zu zahlen, heißt also 60-70 % von der eigentlichen Preisstrategie abzuweichen. Das kann nicht gesund für die Unternehmen sein. 50% war bisher die Schmerzgrenze beim bekannten Vorreiter Gutscheinbuch.de. Heute bezweifeln nicht wenige Gastronomen die Nachhaltigkeit von Gutscheinbuch.de, denn viele Schnäppchenjäger werden keine Bestandskunden, die auch bereit sind, den richtigen Preis zu zahlen. Bei den Groupons wird es da wohl ähnlich sein. Als Dealanbieter bekommt man, wenn’s gut läuft, zwar zusätzlich noch ne schöne Liquiditätsspritze im voraus, aber zu einem zweifelhaften Preis.
In den großen Städten wird es in den nächsten Jahren erstmal genug Kunden geben, die bereit sind, Ihre Produkte und Dienstleistungen zum Dumping Preis anzubieten. In den den kleinen und mittleren Städten glaube ich jedoch, dass schon nach kurzer Zeit nicht mehr genug werthaltige Dealanbieter akquiriert werden können, weil erstens zu wenig Deals verkauft werden, weil es zweitens zu wenig potentielle Kunden gibt und drittens das gesamte Modell nicht Nachhaltig für die Unternehmen ist. Es werden also mehr Kündigungen folgen, nicht nur bei CityDeal. Eins ist auf jeden Fall jetzt schon sicher: den besten Deal haben die SamwerBrüder und die Venture Capital Investoren gemacht, die mit viel Rendite rechtzeitig ausgestiegen sind.
Dies ist ein weiteres Beispiel wie unseriös in der Branche gearbeitet wird. Es geht oft einzig und allein darum sich möglichst schnell zu bereichern, egal wie. Die wenigsten sind daran interessiert ein tolles Unternehmen mit Perspektive aufzubauen. Ich habe kein Respekt vor solchen Leuten. Einer in der Kette wird immer abgezockt. Ob es Mitarbeiter, Kunden oder Investoren sind. Meines Erachtens bekommen manche Leute viel zu viel Presse und Aufmerksamkeit. Dies ist einer der Gründe weshalb immer noch Menschen für solche Unternehmen arbeiten, da sie sich Perspektive versprechen und oft versprochen bekommen. Ich kann nur allen den Tipp geben davon Abstand zu nehmen und wertvolle Lebenszeit in sinnvollere Dinge zu investieren und nicht in oft total überbewertete, teilweise schlecht gemachte Kopien von Geschäftsmodellen, die häufig äußerst fragwürdig und keinen langen Bestand haben. Das durch den ersehnten Exit erzielte Geld ist meines Erachtens einfach nur dreckig und ich würde mich schämen, dies in meinem Geldbeutel oder auf meinem Konto zu haben. Des Weiteren würde ich euch einfach den Tipp geben in Euren Heimatstädten zu bleiben…Berlin ist überbewertet, falls ihr im Leben etwas aufbauen wollt. Es gibt hier einfach zu viele Beispiele für unmoralisches Verhalten.
[...] Joel Kaczmarek (Gründerszene) [...]
Und bald ist wieder Idea-lab an der WHU und alle so yeah…
Ich denke die “Clone-Wars” sind ein konkreter Fall von Shubiks Dollarauktion. Leider macht diese Einsicht den Beobachter nicht froh, denn mit dem ganzen Geld könnte man auch Werte schaffen.
Jetzt mal ehrlich: Jeder, der auch nur 5 Minuten auf Google verbracht hat, bevor er seinen Festanstellung kündigt, seinen neuen Job antritt, die Familie vielleicht noch mitnimmt, kann sehr genau feststellen, was die Samwers auszeichnet: Sehr schnelle und flexible Umsetzung. In schönstem Startup-Deutsch: “Execution”.
Da geht es sicher nicht um langfristige Karriereplanung der einzelnen Mitarbeiter. Muß doch auch ein Grund geben, warum die meisten Samwer-Gründungen mit frischen Studenten bemannt werden. Die sind voller Enthusiasmus, brauchen wenig Geld und scheren sich nicht um ihren CV. Denn schließlich sind sie ja alle nur auf der Zwischenstation zum erfolgreichen Internet-Millionär – die “Rockets” halt: Entweder zum Mond, oder beim Start schon explodiert…
Ich halte das Vorgehen der Samwers für völlig legitim. Ich glaube auch nicht, daß die verbliebenen Mitarbeiter ganz unglücklich sind. Nach einem Wachstum in der Geschwindigkeit ist es nur richtig, sich von den schlechtesten Mitarbeitern zu trennen. Anderen Startups hätte dieser Schritt auch gut getan, da fallen mir viele ein.. Und in anderen Branchen, wie den Investmentbanken, ist es gang und gäbe, daß regelmäßig die schlechtesten 10% gehen müssen.
Worüber man sich streiten kann ist sicherlich, ob es nun auch die Richtigen getroffen hat. Aber daß es da mal zu einer Bereinigung bei den Mitarbeiterzuwächsen kommt, daß hätte man sich doch ausrechnen können.
@Steve
1. Was zeichnet das Vorgehen der Brüder und verschieden anderer Konsorten in diesem Umfeld aus? Generell eine Blase zu entwickeln, diese aufzupusten und dann – bevor diese platzt – rechtzeitig mit dem hart verdienten Geld anderer die Fliege zu machen?!
2. Jeder Student sollte gleich am Anfang schauen, dass er einen vernünftigen Start ins Berufsleben bekommt und ebenso auf seinen CV zu achten, gerade am Anfang. Denn dies ist die Basis für eine spätere Karriere. Gerade die “Powerjahre” sollte man nicht in solchen Unternehmen verschwenden
3. Dieses Vorgehen ist nicht legitim. Es in unmoralisch und am Rande der Legalität.
4. Wie kann man bitte nach so kurzer Zeit beurteilen, ob es sich hier um die 10% schlechtesten / besten oder was auch immer im Unternehmen handelt?! Wie kann man solche Hinterhofbuden mit weltweit agierenden Investmentbanken vergleichen?
Die Übernahme von CityDeal durch Groupon war sicherlich ein überaus gelunger Exit für alle beteiligten Investoren. Es war aber durchaus absehbar, dass auf die europäische Markterschließung von Groupon einige Entlassungen folgen werden. Ob das mit dem Bild des guten und verantwortlichen Unternehmner zusammenpasst, soll jeder für sich selbst beurteilen.
Zur Aussage von Daniel P. Glasner stellt sich aber vielmehr die Frage, inwiefern die 4% berechnet wurden. Sind hierbei schon neue Einstellungen in anderen europäischen Ländern enthalten, so dass die deutsche Entlassungsquote durch eine kumulierte europäische Einstellungsquote fast aufgewogen wurde. Es wäre durchaus interessant eine detailliertere Aufstellung darüber einzuholen.
Der Lebenslauf war schon ruiniert, als die Neuprenzelaner bei ner Couponbude angefangen haben.
Wozu brauchen die überhaupt 700 Mitarbeiter, außer, um ihren ganzen Facebookfreunden mit tollen Angeboten auf den Kranz zu gehen?
Man kann nur hoffen, dass bald diese Blase von Internetwegelagerern platzt, die nichts verkaufen, sondern lediglich unglaublich penetrant die Konsumgeilheit der Menschen anheizen.
Der Gründerszene als Propagandablatt von Team-Europe (hehe, was für ein Koksername) fällt es in diesem Artikel reichlich schwer, Neutralität vorzutäuschen. Die Schadenfreude ist unverkennbar. Wahrscheinlich ist eine Gadowski-Klitsche gerade dabei, eine Kopie ins Netz zu bringen.
jaja, kummulierte 4 % sind wahrscheinlich !!!! schade dass man unmoralisches verhalten heutzutage dem geld wegen entschuldigt…ja wenn möchtegern manager gfs werden ist das halt so..je mehr man in den sand setzt um so mehr erfahrung hat mann !!!(oder nicht?):-) hmmmmm……
auch eine gute ausrede wen missmanagement unvermögen trifft!
viel glück und viel schlechte deals dann klappt auch mit der gf position!
Hotelzimmer? Da ist wohl was an mir vorbei gegangen, hätte noch ein wenig was mit Anstand zu tun gehabt ein persönliches Gespräch, auch wenn es bitter gewesen wäre. Aber ohne Vorwarnung, ohne ein telefonisches Gespräch kam die Kündigung ins Haus per Post ( hat noch die Schleife als Geschenkpackung gefehlt. ) danach niemand mehr telefonisch erreichbar, waren wohl zu viele ANRUFER…….
Und wenn sowas schon bekannt ist, warum stellt man dann Leute ein?
geradezu menschenverachtend finde ich die Vorgehensweise der Personalab- teilung von Groupon.
Abgeworben mit der Aussicht auf interessante Herausforderungen, Personalverantwortung und einem neuen Karriereweg, gar nicht mal mit viel mehr Geld, habe ich meinen bestehenden Arbeitsvertrag gekündigt.
Bereits zum Antritt stellte ich fest, dass selbst für die kleineren und mittleren Städte mehrere Vertriebler eingestellt wurden. Dass das nicht lange gut geht, war mir dann auch klar, aber zu spät.
Die Entlassungen nach wenigen Wochen, vereinzelt schon nach 14 Tagen, dann auch noch unpersönlich per Post zuzusenden demonstriert nur die Einstellung gegenüber den “Mitarbeitern”.
“Selbstverständlich stehen wir dir als Geschäftsführung für ein persönliches Gespräch zur Erläuterung der Gründe … zur Verfügung”
hätte man sich sparen können, wenn keiner der GF auf Anrufe oder Mails reagiert.
Wenig erstaunlich ist auch, dass vorwiegend Mitarbeiter mit höheren Gehältern nach Hause geschickt wurden. Deren Kontakte wurden billig eingekauft.
[...] Samwer-Gründung “Citydeal” an das US-Vorbild Groupon offenbart, Gründerszene berichtete hier selbstverständlich ebenfalls. Auch die Bedenken in Bezug auf Jamba sind nicht neu. Das [...]
Hier findet mal wieder ein einziges Verheizen der Leute statt und richtig: die J-Brüder scheren sich einen Dreck darum. Die Leute werden mit attraktiven Stellen gelockt, schuften sich bis zum Burnout und wenn dann die Obersten feststellen, dass sie sich finanziell/personell etwas übernommen haben, werden die Leute wie Dreck auf die Straße gekickt. Auch Alexander gebe ich an dieser Stelle völlig recht: so und nicht anders ist es. Interessant finde ich, wie viele noch verbliebende nun um so mehr ackern, weil sie nach wie vor daran glauben, sie seien einzigartig und anders als die anderen. Aber gut…so vielen blieb und bleibt logisches und eigenständiges Denken verborgen und so schuften sie 14-16 Stunden täglich, setzen ihre Beziehungen und ihr Privatleben in den Sand, glauben an die große Führungsrolle während schon “oben” daran getüftelt wird, wie man die nächsten 80 Leute absägt ohne das dies groß in der Presse erscheint und den Ruf von “…” ruiniert. Schon lächerlich, wie so viele aufgeblasene Gockel mit ihren i-phones & blackberrys umher stolzieren und ne Runde Chef spielen. Auch das Spiel wird für viele enden, da sie auch nur Mittel zum Zweck sind…
Es gibt Leute, denen ist kein Abgrund zu tief. Die Jugendbande kleiner Blutsauger von Groupon City Deal gehört dazu. “Was das Gesetz nicht verbietet, verbietet der Anstand!” hat Seneca gesagt. Vermutlich wissen die gar nicht, wer Seneca ist. Auch mich haben die Jungs aus einem festen Arbeitsverhältnis abgeworben, mir meine Kontakte entlockt und mich dann entsorgt. Eiskalt! Rückwirkend betrachtet war da natürlich eine große Portion eigene Naivität mit im Spiel,diesen Bengeln überhaupt ein Wort zu glauben. Aber ihr süßen Geschäftsführerjungs: Ich glaube an Gerechtigkeit! Niemand geht ungestraft mit anderen Menschen so um. Auch ihr seid nur das, womit ihr jetzt so sorglos spielt: Menschenmaterial! Man kann sich also gelassen an den Fluss setzten und darauf warten, dass eure Leichen vorbeischwimmen. Und das ist dann auch gut so! Sympathische Vampire gibt es nur im Film.Pardon Me, But Your Teeth Are in My Neck!
http://www.stepstone.de/stellenangebote–Top-Vertriebsprofis-m-w-und-Sales-Manager-m-w-deutschlandweit-CityDeal-GmbH–1584699-popup.html
Vor wenigen Wochen wurden massenhaft Leute entlassen und jetzt bei Stepstone wieder Stellen ausschreiben! Das geht doch gar nicht. Wer haut denen mal kräftig auf die Finger. Wollen die noch mehr Leute ins Unglück stürzen?
Die Mitarbeitermotivation ist doch jetzt schon total im Keller. Wer will denn da noch anfangen.
Ist doch eigentlich ganz komisch wenn ich das alles hier so lese.
Heute mit der netten Mitarbeiterin der Jobvermittlung gesprochen und die Nummer des Herrn Wloszczynski bekommen, da bei Groupon.de Datenerfasser gesucht werden als Tagesjobber.
Hire & Fire $ Hire in Perfektion.
[...] Zwischenzeitlich hat Gründerszene zu Massenentlassungen bei CityDeal [...]
Was heißt hier 4% Gropon hat mehr als 80% der sogenannten Sales MA Rausgeschmissen nachdem Sie in einer Stadt wie Heuschrecken die Lokalitäten geclosed hatten wurden Sie auf die Straße geschickt. Abgeworben von der Konkurrenz oder aus festen Jobs. Das Einzige Ziel von Groupon war die Konkurrenz aus den Locations rauszuhalten, Deals auf Halde zu Produzieren die man ohne Sales MA Schalten kann, sogenannte Partner übers Ohr zu hauen und nur sich selbst so Darzustellen das man der Größte ist um den Laden an die Amis zu verhökern. Jeder der bei Groupon egal ob er Arbeitet oder als S.g.Partner bei dem Unternehmen unterzeichnet tut mir leid weil er übers Ohr gehauen wird. Es zählt allein nur der eigene Erfolg der Brüder. Da geht man über Leichen. Es wurden MA gefeuert am ersten Tag der Beschäftigung wie kann man sehen wie gut oder schlecht dieser MA ist. Es wurden Leute nach 2 Wochen Ihrer Beschäftigung zum Flughafen bestellt unter dem Vorwand eines Meetings da wurde Ihnen die Entlassung ausgehändigt. Woran misst ein Unternehmen die Effizienz eines MA nach einigen Tagen, da wurden Gezielt MA Angeheuert um deren Kontakte zu nutzten und wer die Preisgegeben hat wurde Entlassen. Das so genannte Mittlere Management ist eine Zusammenhäufung von Milchbubis die bei Mama wohnen und über Existenzen entscheiden. Da ging es nicht darum welche Performance jemand abliefert da werden MA gemobbt wegen Ihrem Aussehen oder wegen Ihrer Klamotten oder über aussagen. Bei Groupon wird kein MA über die Probezeit hinaus übernommen. Januar werdet ihr sehen gibt es keine Sales MA in den Städten bei Groupon die werden nur noch per Teleagenten die Deals machen wollen. Alle Partner von Groupon müssen min. 50% Rabatt gewähren und Zahlen 50% + MwSt. an Deal gebühren. Die machen sogar Ihre Partner kaputt. Außerdem werden die Verkaufszahlen nach oben geschraubt.
[...] Massenentlassungen bei Groupon CityDeal – Müssen 25% in Deutschland gehen? [...]
[...] hatte in Deutschland zuletzt mit eher negativer Presse von sich reden gemacht: Die Rede war von Massenentlassungen eines Viertels der Belegschaft (darunter angeblich auch Mitarbeiter, die gerade erst vom Konkurrenten DailyDeal abgeworben [...]
http://www.manager-magazin.de/magazin/print/index-2011-3.html
Selbst das Manager Magazin berichtet über die “Die Murks-Brothers” und “Die umstrittenen Geschäfte der Samwer-Brüder”.
Wann wird endlich mal über die skandalösen Umgang mit Mitarbeitern und den Entlassungsmethoden im Fernsehen berichtet?
…”der Erfolgt gibt ihnen recht…”
Merkwürdig, sagt man das über Mafiosi auch?!
Ich war lange in der Beratung und habe harte Hunde im private Equity-Geschäft und Konzernen rund um den Globus kennengelernt und mit ihnen gearbeitet. Hart heisst aber nicht unfair oder ohne jegliche Moral. Keiner der Personen, die ich in meiner Laufbahn über einige Jahre kennengelernt habe, hätte mit diesen Methoden gearbeitet.
“Wozu brauchen die überhaupt 700 Mitarbeiter, außer, um ihren ganzen Facebookfreunden mit tollen Angeboten auf den Kranz zu gehen?”
Es sind 4 Mitarbeiter die das Social Media Team bilden ;)
[...] gekümmert.Auf die rekordschnelle Expansion von CityDeal folgte nach der Übernahme durch Groupon eine Entlassungswelle. Innerhalb von sechs Monaten hatte das unter anderem vom samwerschen Inkubator Rocket Internet [...]
Kann das Geschäftsgebaren der Samwer-Brüder und Rocket Internet aus perönlicher Erfahrung mit Thomas Wagner und seiner Firma Unister vergleichen. Als Betroffener weiß ich: hier wird ebenso mit Mitarbeitern (auch auf Managementebene) verfahren. Was zählt, ist nur die Gewinnmaximierung für Herrn Wagner persönlich, unter Vorgabe falscher Versprechungen werden “kommende Führungskräfte” ausgebeutet.