Yavalu (www.yavalu.com) ist ein noch recht junges Finanzportal, das sich an Privatanleger richtet, die ihre Geldanlage onlinebasiert managen wollen. Michael Brehm ist bereits im Februar beim jungen StartUp aus München eingestiegen und ist damit der zweite Business-Angel, der Yavalu unterstützt.

Yavalu setzt auf private Geldanlagen
Yavalu ist eine Onlineplattform, auf der Nutzer private Geldanlagen tätigen können und in wenigen Schritten eine maßgeschneiderte Anlagelösung erhalten sollen. Yavalu ermöglicht Privatanlegern so, ihr Depot professionell und eigenständig zu managen, wobei das Geld beim Anleger verbleibt, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Auf Basis einer persönlichen Risikoanalyse erhält jeder Anleger ein auf ihn zugeschnittenes ETF-Portfolio (Exchange-traded Funds also börsengehandelte Fonds), dessen Auswahl unabhängig und nach einem systematischen Filterprozess erfolgt.
Seit seiner Gründung im Oktober 2010 wird Yavalu bereits von Michael Birkel unterstützt, der wie Michael Brehm derzeit als Venture-Partner beim Münchner Venture-Capitalist Target Partners (www.targetpartners.de) tätig ist und zuvor Gründer und CEO des Mobile-Marketing-Unternehmens 12Snap (www.12snap.com) war.
Ab sofort steht nun auch Michael Brehm dem Team rund um Yavalu-Gründer Matthias Lamberti als Investor mit Rat und Tat zur Seite und erhält für sein Investment einen Anteil von 20 Prozent an Yavalu – vier Prozent mehr als Gründungsinvestor Michael Birkel. Der Gründer von Rebate Networks (www.rebatenetworks.com) ist besonders vom Konzept von Yavalu angetan: „Es freut mich das tolle Gründerteam von Yavalu unterstützen zu können. Ein so innovatives und faires Konzept im Finanz-Anlagebereich war längst überfällig“, meint Michael Brehm.
Es ist dennoch sicher kein leichter Markt, den Yavalu adressiert. Viele Nutzer sind bei Geldgeschäften im Internet nach wie vor skeptisch und fürchten Sicherheitslücken. Zur Hauptkonkurrenz von Yavalu dürften dementsprechend die klassischen Banken und Offline-Anlageberater zählen, denen Yavalu mit ausgefeilten Bestimmungsalgorithmen begegnen muss, um online Nutzer von sich überzeugen zu können. Kein uninteressantes Feld also, aber sicherlich ein herausforderndes.

Ich fände es persönlich schwierig, mein Vermögen in die Hand von yavalu zu geben, zumal mir auch die Funktionsweise der ETFs und der Ablauf des ganzen Investments nicht so ganz klar ist. Insgesamt sicherlich interessant aber noch nicht so 100% rund irgendwie …
das wird nicht funktionieren.
eine einfache frage : warum sollte man der plattform das geld anvertrauen von 90 % aller FONDSMANAGER nicht mal schaffen ihren vergleichindex zu schlagen ???
ein mehrwert erschließt sich hier mir nicht.
was der “banker” bzw fondsmanager nicht kann wird die masse auch nicht können…
aber ähnlich wie in der bank.. die unwissenheit der leute.. ist wichtig..davon lebt das ganze system
Ich finde die Idee grundsätzlich richtig gut, das ganze steht und fällt allerdings mit der Asset Allocation und den Daten und Signalen die hinter dem Algorithmus stecken.
Das wichtigste für den Anlegererfolg mit yavalu wird sein, dass ein wirklich exzellentes Team an Analysten alle Märkte beobachtet und die Asset Allocation steuert.
Ich hätte allerdings einen seriöseren Namen für das Projekt gewählt, denoch viel Erfolg!
P.S. Ich lasse mal ein paar Musterportfolios generieren und werde die Performance tracken und ggf. veröffentlichen ;-)
@Klaus: Hast du die Idee eines ETFs überhaupt verstanden?
Mir scheint nicht so. Desweiteren vertraust du nicht der Plattform das Geld an, sondern dem jeweiligen Emittent des ETFs und da ETFs Sondervermögen sind ist man zumindest schonmal vor der Insolvenz des Emittenten geschützt.
Das Hauptproblem ist wie gesagt eine gute Asset Allocation hinzubekommen. Und dazu braucht man ein großes Research Team.
ETFs sind Indexfonds, die nicht aktiv verwaltet werden. Es gibt schon relativ grosse Fondshändler, die sich nur mit diesen Fonds beschäftigen.
Die Herren haben anscheinend das Konzept nicht verstanden. Bitte einmal 5 Minuten mit der Website vertraut machen, es ist dort gut erklärt!
Startup-Journey: Das Vermögen landet nicht in der Hand von Yavalu. Das steht sogar hier im Text. Aber Ihnen ging es ja sowieso nur um den Link zu Ihrer Website, richtig?
klaus haus: Was meinen Sie mit “Masse”? Offensichtlich verwechseln Sie Yavalu mit einem Crowd-Ansatz. Das hat damit gar nichts zu tun. Einfach mal die Website tatsächlich ansehen!
Tut mir leid, aber dieses Niveau macht mich wirklich ärgerlich. Es ist nämlich ein interessantes Konzept, wenn auch sicherlich kein Selbstläufer. Ein wenig “Quirin-Bank light” (und wer das Konzept verstanden hat versteht auch diesen Vergleich).
BG
PS: Ich kenne weder den Gründer noch bin ich sonst irgendwie wirtschaftlich verbandelt.
PPS: Meine Antwort bezog sich auf die ersten zwei Postings hier. Die danach folgenden qualifizierten Beiträge, über die man sich freuen kann, hatte ich noch nicht gesehen.
@Hein Bloed: Die meisten ETFs tracken Indexes, richtig, aber längst nicht alle.
Siehe englische Wikipedia:
Most ETFs track an index, such as the S&P 500 or MSCI EAFE. ETFs.
Zum Artikel: Mir ist noch nicht klar, welchen Mehrwert diese Plattform bieten soll. Geht’s um die gute Beratung, basierend auf Algorithmen? Schlechter als bei der Durchschnittsbank wird sie wohl nicht sein, aber das heisst ja nicht, dass sie “gut” ist.
Wie sieht’s mit den Tradingkosten auf der Plattform aus? Was hindert mich daran, mir den Beratungsratschlag von Yavalu (was soll der Name bedeuten oder aussagen?) anzugucken und dann aber stattdessen demenentsprechend bei einem Depot von einem anderen Anbieter zu handeln?
@Seken Host: für mich lässt das Konzept einfach noch viele Fragen offen. Dass das Vermögen nicht bei Yavalu endet habe ich auch gelesen, frage mich dann aber gleichzeitig wie das funktionieren soll. Bleibt mein Geld auf meinem Konto und erwirtschaftet dann quasi ohne Risiken für mich eine Rendite? Sicher nicht. Kaufe ich die ETFs selber an am Markt oder erledigt das Yavalu für mich? Der komplette Ablauf ist für mich nicht transparent genug dargestellt und wie JohannQ schon sagt kommt auch der eigentliche Mehrwert nicht klar rüber. Letztlich muss man auch überlegen, ob Ottonormalverbraucher auf Basis der Website das Konzept versteht und annimmt und hier sehe ich eindeutig noch Verbesserungspotential.
Darüber hinaus ist mir nicht bekannt, dass Links im Kommentarhead verpönt sind.
Ich stimme Johannes zu, der Name passt nicht so richtig.
Das Problem wird sein die einfache Botschaft / Dienstleistungsangebot zu vermitteln und in diesem Markt Fuß zu fassen.
Wenn man nicht in diesem Bereich arbeitet, ist es nicht selbstverständlich zu wissen was ein ETF ist. Die zwei Kommentare zeigen gerade das großen Defizit in Sachen Geldanlage und da keiner bereit ist für Beratung zu zahlen, lässt man sich die Taschen leer machen oder verschenkt Chancen. Ausgabeaufschläge, Bestandspflegeprov. und wildes Drehen im Depot?! Versteht ja eh keiner.
Gerade deshalb sehe die Möglichkeit solcher Portale erfolgreich zu sein. Ich würde den Bereich Bildung und Wissen über Anlagethemen mit einziehen. Letztendlich geht es um Chancen und Risiken, die zur persönlichen Situation und Wünschen des Anlegers passen müssen.
Ich stimme Johannes zu, der Name passt nicht so richtig.
Das Problem wird sein die einfache Botschaft / Dienstleistungsangebot zu vermitteln und in diesem Markt Fuß zu fassen.
Wenn man nicht in diesem Bereich arbeitet, ist es nicht selbstverständlich zu wissen was ein ETF ist. Die zwei Kommentare zeigen gerade das großen Defizit in Sachen Geldanlage und da keiner bereit ist für Beratung zu zahlen, lässt man sich die Taschen leer machen oder verschenkt Chancen. Ausgabeaufschläge, Bestandspflegeprov. und wildes Drehen im Depot?! Versteht ja eh keiner.
Gerade deshalb sehe die Möglichkeit solcher Portale erfolgreich zu sein. Ich würde den Bereich Bildung und Wissen über Anlagethemen mit einziehen. Letztendlich geht es um Chancen und Risiken, die zur persönlichen Situation und Wünschen des Anlegers passen müssen.
JohannQ: Ohne mich informiert zu haben, ob der Name irgendwo auf deren Website erklärt wird, würde ich vermuten, dass “Yavalu” von “Your Value”, was man wohl als [ya valu] aussprechen könnte, kommt. Ist aber nur eine Vermutung – vllt. ist es auch der Name einer bisher unbekannten Tierart o.Ä. ;-)
Offtopic:
Für alle die denken, sie können ihren Pagerank durch Kommentare hier im Blog hochtreiben, sei das Stichwort in den Raum geworfen.
Oh, und ich dachte ich würde durch meine Kommentare morgen für Startups & Gründen bei Google auf #1 ranken … Ich verstehe diese Paranoia nicht … Wenn Links in Kommentaren nicht gewünscht sind soll man das entsprechende Textfeld doch einfach rausnehmen. Solange hier nicht aktiv Werbung gemacht wird bringen die Links doch eher einen Mehrwert als alles andere …
Sorry, in meinem Beitrag wurde das “nofollow” vergessen. Daher bringen deine Links für den Pagerank nichts, da Google darüber hinwegsieht. Ich habe auch gar nichts dagegen, solange die Kommentare sinnvoll sind (im Gegensatz zu z.B. “okzielerreicht” bei deutsche startups, der überall einen Satz drunterklatscht)
Vielen Dank für die vielen Kommentare, Anregungen und Kritikpunkte. Was mich persönlich, als Gründer von yavalu, am meisten gefreut hat, ist, dass sich eine kleinere Diskussion ergeben hat. Ich weiß nicht, wann ich das in den letzten Jahren in dieser Form bei einer Bank erleben durfte. Da wurde höchstens immer über „Plus 1 Minus 1“, „Assets under Management“ oder „Wie können wir die Provisionen hochschrauben“ diskutiert und nicht, wie an dieser Stelle, über Transparenz, User Experience und Vertrauen. Hier übernimmt endlich der Kunde/Nutzer die Regie und genau darum soll es bei uns bzw. beim Service von yavalu gehen.
Wie einige von Euch schon richtig gesagt haben, liegt der Kern der Performance in einer guten Asset Allocation, der passiven Investition in ETFs und im regelmäßigen Rebalancing beim Überschreiten einer Toleranzgrenze. Da unser Maßstab nicht der ist, das Rad der Geldanlage neu zu erfinden, sondern die Speichen quasi praktischer und für den Anleger einfach und transparent anzuordnen, haben wir uns bei der Business Intelligence an erfolgreich etablierten Anlagestrategien orientiert. Die Autoren des Buches „The Investment Answer“ haben es meines Erachtens geschafft in wenigen, einfachen und verständlichen Worten zu erklären (was Swensen, Weber und Co. schon seit Jahren versuchen), worauf es bei einer erfolgreichen Geldanlage ankommt und ein Anleger auch drauf achten sollte. Diese Strategie bilden wir bzw. yavalu eins zu eins ab.
Als Anleger wird man sozusagen diszipliniert nicht mehr emotional (falsch) zu handeln, erhält eine persönliche Asset Allocation, ETF-Auswahl, Rebalancing-Alerts und muss vor allem nicht mehr teures Geld an Anlageberater (die wenig leisten und viel verdienen) zahlen. Das klingt natürlich extrem langweilig, aber eine konsequente Umsetzung verspricht einen größeren Erfolg.
Ganz klar wird das kein leichter Weg für uns, aber gerade eure Kommentare helfen uns dabei, die Plattform und den Service noch intuitiver zu gestalten. Nur so kann sich die Finanzbranche auch nachhaltig verändern.
Viel Erfolg mit dem Modell! Hier muss einfach mehr geschehen im Markt.
Hübsche Salesverpackung um etwas, was es dem Grunde nach so schon viele Jahre gibt. Bsp. Wettbewerber Laransa AG in Berlin (Hinweis: Ich arbeite seit Jahren mit ihnen zusammen). Auch sie setzen auf “Quirin Bank Light”, jedoch nicht EFTs, sondern klassische Investmentfonds.
Interessant finde ich den “Abo-Ansatz” bei Yavalu. Wenn die Beratung gut ist (bei Yavalu ist das noch sehr high-level), gehört die Vergütung über Beratungsfees wohl die Zukunft. Ich nehme an, dass Yavalu zusätzlich noch einen Rev Share an den Order Fees von den Banken erhält.
Eher schwieriger dürfte sich es im Rahmen der kommenden gesetzlichen Regulierung darstellen, die Anlagevermittlung so online durchzuführen. Aber man warte es ab.
Außerdem muss man an EFTs glauben als Produkt. Im Gegensatz zu einem klasssischen Fonds hat man bei EFTs kein physisches Asset (Aktie, Anleihe etc.) mehr im Depot. Aus der letzten Kapitalmarktkrise konnte man definitiv lernen, dass man besser zu jeder Zeit weiß, welches Asset man im Depot hält und wie werthaltig es ist. Siehe hierzu auch: http://www.wiwo.de/finanzen/vorsicht-vor-boersengehandelten-indexfonds-463019/
Dennoch alles Gute! Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Guter Kommentar Dirk, ich möchte gerne noch etwas weiter ins Detail gehen.
Du sprichst das Kontrahentenrisiko bei synthetische ETFs an, das ist natürlich richtig.
Voll replizierende ETF halten allerdings alle Aktien des Index 1:1 im Portfolio und damit hast du das Emittentenrisiko auch ausgeschaltet (auch wenn im Zuge einer Finanzkrise die Aktien selbst natürlich auch abrauschen, aber eben nicht wertlos werden wie z.B. Lehman Zertifikate – eh ja, das Beispiel kennt jeder).
Ich würde von so einer Consumer Plattform wie Yavalu dann auch erwarten, dass auf solche Risiken und die Unterschiede der ETFs deutlich hingewiesen wird.
Quirin Bank ist übrigens super, KM ist da ein echter Pionier mit der Honorarberatung.
Ich sehe das auch als sehr schwierig an. Ich weiss nicht ob ich mein Vermögan bei yavalu anlegen würde. Irgendwie ist mir das ganze nicht 100% klar. Die Idee ist eigentlich nicht schlecht. Die Frage ist nur ob die Leute yavalu vertrauen?
Danke für diesen Artikel!
Ich spiele jetzt ein paar Bälle. Bis zum nächsten mal beste Grüsse
Luis Gomes