In der Titelstory der heute erscheinenden Ausgabe berichtet die W&V über “zehn Kommunikationsfirmen mit Zukunft”. Das erste der 10 “Beispiele, die in der Krise Mut machen” ist WhatsYourPlace. Die Münchner Community für Lieblingsorte und ihre Fans wird auch auf der Titelseite der Fachzeitung thematisiert.

Hm, ich finde das könnte auch als Titel haben Dinge die die Welt nicht braucht.
Ist ja ganz nett mal zu lesen, was andere Menschen so als Lieblingsplatz haben, aber sowas lese ich maximal einmal und wo ist das Geschäftsmodell?
Vielleicht ist w und v aber auch nicht das Magazin wo ich nach sowas suchen würde.
Hallo Julia, ich denke, virtuelle Grundstücke “braucht” die Welt so viel oder so wenig wie “kleine elastische Stöckelstulpen”, die Du in deiner URL bzw. als GF anpreist. Das zeigt aber, dass dieses “brauchst du das?” in der modernen Konsumwelt einfach nicht die richtige Frage ist, in der die meisten eben Interessen und Bedürfnisse haben, die über das nötige Quantum Sauerstoff und Wasser hinausgehen. Stelle Dir vor, eine Kundin von Dir würde auf einer Party gefragt: “brauchst du diese elastischen Stöckelstulpen?”.
Entscheidend ist vor allem, ob ein Produkt FREUDE vermitteln kann. Die eine hat Freude an elastischen Stöckelstulpen, der andere an einem virtuellen Grundstück – andere an beidem, wieder andere an keinem von beiden Produkten…
@Tobias
Produkte zum Selbstzweck sind aber noch immer nicht nachhaltig.
Es ist ein Trendgeschäft. Mehr aber auch nicht.
@Roland was genau meinst du mit “Produkte zum Selbstzweck”? Einige, die WhatsYourPlace noch nicht genauer angeschaut haben, haben die falsche Vorstellung, es würden dort virtuelle Grundstückskästchen verkauft. Sprich, der User würde sein Kästchen auf der Karte markieren, und das war es dann – das wäre sicherlich ein nicht nachhaltiges Selbstzweck-Produkt.
Dass diese Vorstellung überhaupt entstehen kann, zeigt sicher, dass unsere Kommunikation hier noch nicht optimal ist – daran müssen wir arbeiten, denn wir können ja nicht von jedem verlangen, sich das Portal näher anzuschauen. Es muss sich schon schneller erschließen.
Denn tatsächlich erwirbt das Mitglied kein Kästchen – das ist nur eine optische Metapher. Was tatsächlich erworben wird, sind redaktionelle Exklusivrechte, die Sub-URL samt kl. Hosting-Paket hinter jedem Grundstück, das Wiederverkaufsrecht, die Suchmaschinenplatzierung, die Positionierung innerhalb der Community, und natürlich auch das spielerische Grundbesitzen an sich.
Das sind alles nachhaltige Nutzenaspekte – der Fokus liegt aber vorrangig auf Entertainment, nicht auf Information.
Klasse, finde ich super, das die Münchener WYP mit dabei sind! Weiter so. Gruss Thomas
Verstehe ich das richtig? Ihr nehmt quasi die Google Map, die Leute können sich dort ein virtuelles Grundstück aussuchen, kaufen und das ganze wie in einem Spiel bebauen usw.?
War das nicht auch in Second Life der Fall, nur dass man dort eine eigene virtuelle Welt hatte und nicht eine virtuelle Landkarte der Realität?
Läuft Second Life noch?
@ Thorsten,
nee z.B. Firmen können Ihr Firmengebäude kaufen, oder das der Konkurrenz :-)
@tobias: heisst es nicht immer, was du musst das produkt in einem satz deiner oma erklären können. genauso kann ich behaupten, dass ebay auch kl. hostingpakete verkauft, um die virtuellen güter (auktionen)zu platzieren…
nicht wirklich überzeugend.
Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich unter Whats your Place etwas ganz anderes verstanden habe. Ich dachte es geht um die Darstellung meiner Lieblingsplätze und das fand ich wirklich überflüssig. (persönlich Meinung) Wenn es jetzt um das kaufen von Virtuellen Grundstücken und Gebäuden geht ich persönlich damit auch nichts anfangen – so wie Du eben nichts mit Stöckelstulpen, was ja auch ok ist. Fänd es ehrlich gesagt auch albern mir einen Mann in High Heels vorzustellen.
In diesem Sinne, viele Grüße, Julia