Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hat sich bei ihrer Sitzung vergangene Woche in Düsseldorf auf einen Start von Handy TV bis spätestens 1. Juni 2008, rechtzeitig zur Fußball-EM, geeinigt. Das Bewerberkonsortium Mobile 3.0 soll den Zuschlag für den Versuchsbetrieb von Handy TV auf der Basis der DVB-H Technologie erhalten. Mobile 3.0 GmbH ist ein Joint Venture von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über die Unterstützung der Medienkonzerne Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, die an NEVA Media beteiligt sind, sowie des international tätigen Medien- und Technologiekonzerns Naspers, der größter Gesellschafter der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland ist. Neben den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF werden mit RTL, Vox, Sat.1, und ProSieben insgesamt 4 private Unterhaltungsprogramme von Anfang an mit dabei sein. Mit n-24 und n-tv werden zwei weitere private Informationsprogramme via Handy TV übertragen. Dazu kommen mit Digital 5, bigBuddy und KickFM weitere Angebote von Hörfunkveranstaltern. Ein Grundkonzept für regionale Angebote soll in den nächsten Wochen vervollständigt werden. Die Gesamtkonferenz erwartet zudem im Rahmen des DVB-H-Versuchs neue innovative Formate. Der Probebetrieb von DVB-H läuft zunächst für mindestens drei Jahre. Mit der zeitnahen Einführung gehört Deutschland zu den ersten europäischen Ländern, die mobiles Fernsehen realisieren.