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Der US-amerikanische Mobilfunkriese Motorola hat das Münchner StartUp Aloqa (www.aloqa.com) übernommen. Aloqa ist ein mobiler Service, der Smartphone-Nutzer proaktiv und kontextrelevant darüber informiert, welche interessanten Orte, Parties, Veranstaltungen oder Restaurants sich gerade in dessen direktem Umkreis befinden.

Wie heute in einer offiziellen Pressemeldung auf der Website von Aloqa bekannt gegeben wurde, gehört Aloqa damit von jetzt an der Sparte „Motorola Mobility“ an, die für die Bereiche Mobile Devices und Home zuständig ist. Motorola Mobility soll voraussichtlich noch im ersten Quartal 2011 von der Motorola Inc. abgespalten werden.

Ferner ist zu lesen, dass Aloqa in Zukunft in Motorolas Dienst Motoblur integriert werden soll, der personalisierte Inhalte für die Home-Screens mobiler Endgeräte bereitstellt und dem Nutzer neben dem Zugriff auf E-Mails, Apps und Widgets Updates von Social-Network wie Facebook, MySpace und Twitter liefert.

Wie Aloqa funktioniert und wer dahinter steckt

Nach dem Motto „Always be a Local“ bietet Aloqa eine Location-basierte Software für Smartphones, die sowohl mit Windows Mobile als auch mit Android kompatibel ist. Der Dienst wertet den Kontext des Nutzers (Position, Profil, Soziales Netzwerk) aus, um ihn proaktiv und personalisiert über interessante Angebote in seiner Umgebung zu informieren.

Befindet der Nutzer sich beispielsweise in einer ihm fremden Stadt, so liefert Aloqa erst das passende italienische Restaurant, dann die gerade eröffnete Kunstausstellung und Abends die hippe Bar oder angesagte Party. Darüber hinaus werden auch Dinge wie tagesaktuelle Events, Sonderangebote und sogar lokale Wi-Fi Hotspots angezeigt.

Die Aloqa GmbH ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in München und einem Ableger im kalifornischen Palo Alto, das 2007 mit Hilfe des Entrepreneurship Centers der Ludwig-Maximilians-Universität von Dr. Georg Treu und Johannes Martens gegründet wurde. Nach einer kurzen Beta-Phase ging Aloqa im November 2009 offiziell live und hat heute über eine Million User.

Bei der Internationalisierung unterstützt wurde Aloqa durch Geldgeber Wellington Partners, der nun mit einigen anderen wie etwa der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Exit hingelegt hat. Mit Motorola hat sich ein potenter Partner gefunden, der sich so wohl mit Location-based Services gegenüber seiner Mobile-Konkurrenz positionieren will.