MyBeans Tchibo

2009 ging das Eggenfelder Unternehmen MyBeans an den Start, um Kunden selbst zusammen gestellten Kaffee zu liefern. Nun gehen die Bohnen nach Hamburg: Der Handelsriese Tchibo kauft MyBeans für eine nicht-genannte Summe.

MyBeans gehört künftig zu Tchibo

„Nach drei spannenden Jahren im Kaffee-Onlinegeschäft haben wir unsere Webplattform MyBeans.com an die Firma Tchibo verkauft“, heißt es aktuell von Christian Hartl, Gründer des Online-Portals MyBeans (www.mybeans.com). Das Startup aus Eggenfelden bietet Nutzern seit 2009 die Möglichkeit, ihren Kaffee online selbst zusammen zu stellen, mit eigener Beschriftung zu versehen und nach Hause liefern zu lassen.

Der Kaffee soll dabei ausschließlich aus nachhaltigem Anbau stammen. Dies könnte sich nach der Übernahme ändern: „Mit Tchibo können Sie jetzt aus einer neu zusammengestellten Auswahl köstlicher Kaffeesorten wählen“, informiert MyBeans seine Kunden per E-Mail. Tchibo betont zwar selbst sein Nachhaltigkeitsziel, tatsächlich tragen bisher nur wenige seiner Kaffeesorten die Labels „Bio“, „Fairtrade“, „UTZ“ oder „Rainforest Alliance“.

Künftig wird das Onlinegeschäft von MyBeans jedenfalls nach Hamburg in die Tchibozentrale verlagert, ab Mitte Oktober wird Tchibo die Website betreiben. Mit dem Kaffeeriesen wurde ein „Beratungsvertrag“ abgeschlossen – drei weitere Jahre wird das MyBeans-Team Tchibo mit dem neuen Unternehmen von Eggenfelden aus begleiten. Das MyBeans-Team soll laut Hartl bestehen bleiben und sich weiterhin Nebenprojekten wie beispielweise Max+Muh (www.maxundmuh.de) widmen.