Rupert Murdochs News Corp Imperium glänzt mit einem neuen Coup: Sein Portal Myspace wird einen Myspace Music Service launchen.
Mit an Bord sind die Musik Labels Sony BMG, Universal und Warner. Alle werden mit einem equity stake an dem gemeinsamen Venture beteiligt sein. Die Verhandlungen mit dem viertgrößten Label EMI stehen derzeit noch an.
Der neue Musik Service soll volle Integrationsfähigkeit für die Myspace Community besitzen. Damit ergibt sich ein enormes Cross-Selling Potential durch die Millionen Myspace User.
User werden sich an Videostreams, Musikdownloads, Klingeltönen und vielem mehr erfreuen können. Merchandising Artikel und Konzert Tickets sollen das Offering später abrunden.
Geplant ist der Launch für die USA, weitere Markteintritte sind geplant.
MySpace COO Amit Kapur sagte gegenüber Reuters, MySpace Music “goes from being a promotional vehicle to being a commercial vehicle.” Myspace hat bereits 5 Millionen Künstler und 30 Millionen Mitglieder, die Musik über die Seite anhören.
Was denkt Ihr – hat dieser Service das Zeug, um iTunes das Wasser abzugraben? Oder landet Myspace nur als Bettvorleger im Schlafzimmer von Steve Jobs?

Mh, wird vor allem ne Preisfrage sein. Wenn das Pricing den Connectivity-Edge von Apple auszugleichen vermag, kann das ganz schön reinhauen…
Fraglich is, wie Apple darauf reagieren wird? Man hört ja die Gedankenspiele von wegen angedachter Flat Rates auf das gesamte Musikangebot…
MySpace hat den Vorteil des riesigen Puplikums, aber den Nachteil des jungen Puplikums.
Apple verkauft die meiste Musik kaum an Jugendliche (<18), primär an Erwachsene bzw. Berufstätige.
Die ganze Plattform steht und fällt mit der Art und Weise, wie die Musik kommuniziert wird. Wenn’s nur web-basiert ist, damit aber gratis, dann kanns funktionieren (wird aber Apple kein Geschäft wegnehmen). Wenns auch herunterladbar ist, dann hängt’s vom Player und Lock-In-Effekt ab.
Eine gute Idee für MySpace wärs, da grundsätzlich allen die Wahl zu lassen, aber einen freien Media Player wie Songbird (www.songbirdnest.com) zu unterstützen. Da hätten sie weniger Kosten (keine Entwicklung, nur ein kleiner Distributionsvertrag) und würden ein “hippes” Produkt verwenden, was ihnen wieder einen größeren Anteil am Social Network-Hype geben würde.