E-Commerce, Offline-Gang, Care-Pakete, Mysweetsbox

Mit Süßigkeiten aus der Kindheit gleichzeitig in Nostalgie zu schlemmen und etwas Gutes zu tun, Mysweetsbox‘ Konzept wurde trotz Nachfrage nicht weiter verfolgt. Das im November 2010 gegründete Berliner Startup Mysweetsbox lieferte Süßigkeiten in Themenboxen und spendete einen Teil des Erlöses an die Hilfsorganisation Care (www.care.de). Schon im Sommer diesen Jahres ist Mysweetsbox still und leise offline gegangen.

Funktionierendes Konzept wurde aufgegeben

„Wir sind relativ zuversichtlich, dass wir irgendwann davon leben können“, sagte Daniel Moser noch im März dieses Jahres. Aber schon im Juni gaben die beiden Gründer das Geschäft mit den Süßigkeiten auf. Lag Deutsche Startups (www.deutsche-startups.de) mit seiner Prognose vor circa einem Jahr  richtig? „Als dauerhafte Institution, von der mehrere Leute leben können, erscheint das Sortiment zu klein.“ Regine Harr, Mitgründerin und Geschäftsführerin des E-Commerce-Shops sagt hingegen im Gespräch mit Gründerszene: „Mysweetsbox lief sehr gut, gerade in der Vorweihnachtszeit haben wir viel verkauft.“ Auf die Frage warum dann das Aus folgte, erklärt sie: „Ich hatte im Januar 2011 die Modeplattform Nelou (www.nelou.com) (mit-) gegründet und da hing mein Herzblut dran. Ich musste mich zwischen den beiden Unternehmen entscheiden und meine Wahl fiel auf Nelou.“ Ihr Geschäftspartner Daniel Moser entschied sich wieder an die Uni zu gehen, die Gesellschaft wurde aufgelöst.

Süße Spenden mit Nostalgiegarantie

Ob Schlagersüß-Tafeln und Mokkabohnen im DDR-Paket, Schleckmuscheln, Schokozigaretten und Brauselippenstifte im der BRD-Paket oder eine Mischung aus beidem im Einheits-Care-Paket, insgesamt enthielt jede Sendung rund zehn verschiedene Süßigkeiten. Im Einzelhandel konnte man die meisten Produkte nicht mehr erwerben. Dadurch bot die Seite einen Mehrwert für die User, die sich noch mal gerne in Kindheitszeiten und/oder Vorwende-Zeiten zurückversetzen wollten.

Der Name Care-Paket sollte an die Sendungen mit Grundnahrungsmitteln erinnern, die die gleichnamige Hilfsorganisation ins Nachkriegsdeutschland schickte. Passend dazu wurden vom Kaufpreis von 19,90 Euro jeweils zwei Euro an die immer noch bestehende Organisation gespendet.