– ein Portal zum Bewerten von Arbeitgebern – ist seit vergangener Woche online. Es bietet Arbeitssuchenden Informationen über Unternehmen aus Sicht der Arbeitnehmer. Mitarbeiter können ihren aktuellen oder ehemaligen Arbeitgeber anonym auf einer Skala von eins bis fünf in den Kategorien Arbeitsatmosphäre, Führungsstil, Kollegen, Sozialleistungen und Verdienst benoten. Jobsuchenden wird so einen anschaulicher Eindruck vermittelt.

Auf dem von der Wiener Agentur deineagentur vor einer Woche ins Leben gerufenen Portal sind bislang Bewertungen für fast 100 Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingegangen. „Kununus Vision ist es, eine seriöse Informationsquelle für Arbeitnehmer und Jobsuchende zu werden. Kununu möchte als Gegengewicht zur Informationsmacht der Arbeitgeber dienen“, beschreibt Mark Poreda, Gründer von Kununu und deineagentur, seine Ziele im pressetext-Gespräch.

Poreda kam zu dieser Idee, während sein Bruder auf der Suche nach einem Job war und sich bemühte, Informationen direkt von Mitarbeitern seines künftigen Arbeitsplatzes zu erhalten. Möglichst ehrliche Antworten kann man jedoch nur durch Anonymität erzielen. „Auf Kununu werden außer einer gültigen E-Mail-Adresse, keinerlei weiteren Daten abgefragt“, unterstreicht Poreda. Außerdem strebt das Unternehmen die Erwerbung eines Gütesiegels für Sicherheit im Internet an, so Poreda weiter.

Mutwillige Rufschädigungen sollen durch mehrere Mechanismen vermieden werden. So werden etwa Firmenbewertungen, die in jeder Kategorie nur Einsen oder Fünfen haben, automatisch deaktiviert. „Wir von Kununu glauben nicht daran, dass bei einem Arbeitgeber alles nur gut oder nur schlecht ist“, sagt Poreda. Das Portal wird von Mitarbeitern rund um die Uhr betreut, so dass bei einem Regelverstoß schnell reagiert werden kann. Wer sich nicht an diese Regeln hält, dessen Bewertung wird gelöscht.

Die Zugriffszahlen eindeutiger User stiegen innerhalb einer Woche von 300 auf 500 pro Tag. 12.000 Page Impressions konnte Kununu in der ersten Woche verzeichnen. Bei der Finanzierung lässt sich Poreda nicht dazwischenfunken – er finanziert das Portal aus eigener Tasche. „Wir sind mit dem Start sehr zufrieden. Wir waren auf einen Erfolg eingestellt, sind aber doch überrascht wie gut die Plattform von Arbeitnehmern aufgenommen wird“, so Poreda. Ein vergleichbares Portal ist das US-amerikanische Jobvent.
Danke an Dirk Zollmann für die Newslieferung!

[boris]