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Die internationale Sprachlern-Plattform Palabea erhält eine Million Euro Fördermittel von der Investitionsbank Berlin. Mit den Geldern sollen „Forschung, Innovation und Technologien unterstützt werden“, wie es in der IBB Pressemitteilung heißt. Weiterhin soll ein Relaunch der Seite finanziert werden, um somit weitere User zu gewinnen.

Kultureller Sprachaustausch mit Palabea auf neuer Ebene?

Palabea (www.palabea.net), eine Sprachlern-Plattform zum Spacherwerb und kulturellen Austausch, wurde bereits 2007 in Berlin gegründet. Das StartUp, von dem bisher eher wenig zu hören war, beansprucht für sich das Motto „Palabea – die sprechende Welt“ und meint damit eine Erweiterung der Sprachkenntnisse durch Werkzeuge des Web 2.0. User können sich einen Account einrichten und mit Tandempartnern vernetzen. Neben diesem direkten Austausch stellt Palabea auch Videolektionen, Podcasts, einen virtuellen Marktplatz für Bildungsangebote und interaktive Kurse in virtuellen Klassenräumen zur Verfügung.

Mit den akquirierten Geldern der Investitionsbank Berlin (IBB) in Höhe von einer Millionen Euro kann nun laut den amtierenden Geschäftsführern Regine Haschka-Helmer (CMO), Fabian Hübner (CTO) und Matthias Spanic (CSO) die strategische Neuausrichtung umgesetzt werden. Zusätzlich sollen die Gelder den geplanten Relaunch der Plattform finanzieren (mit diesem wird Palabea dann neunsprachig).

Ebenso wird in die Entwicklung von Applikationen für sowohl Smartphones als auch Facebook investiert. Der ehemalige Director IT von Zanox (www.zanox.com) Fabian Hübner spricht weiterhin davon, die User mittels Serious-Games animieren zu wollen, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern.

Wie zu erwarten, ist CMO Regine Haschka-Helmer von der Unterstützung überzeugt: „Die Förderung durch die IBB war erst der Startschuss. Wir werden Palabea perspektivisch zu einem wettbewerbsfähigen und erfolgreichen Unternehmen entwickeln. Unser Ziel ist, die Zahl der aktiven User bis Jahresende um 60 Prozent zu steigern und 2011 einen Umsatz im sechsstelligen Bereich zu erzielen.“ Es bleibt abzuwarten, ob diese Pläne so erreicht werden können. Bisher verdient Palabea lediglich anteilig an Verkäufen, die über den plattformeigenen Marktplatz für Bildungsangebote laufen. Verstärken will die Plattform deswegen ebenso ihren Umsatz im Bereich der White-Labeling-Lösungen.

E-Learning als aufkommender Markt?

Dass E-Learning im Bereich Spracherwerb und Nachhilfe stark im Kommen ist, lässt sich anhand verschiedener Anbieter wie Scoyo (www.scoyo.com), Babbel (www.babbel.com), Bettermarks (www.bettermarks.com) oder LearnShip (www.learnship.com) nachvollziehen.

Hingegen ist die Profitabilität dieser Angebote nur schwer zu bewerten. Haupteinnahmequelle stellen bei den meisten dieser Plattformen Premiumaccounts, Fördermittel oder Werbeeinnahmen dar. Ein wirklich erfolgreiches Konzept wurde bislang allerdings noch nicht verwirklicht. Zu bedenken ist, dass ein Großteil der Nutzer dieser Angebote hauptsächlich von Schülern oder jungen Menschen im Allgemeinen gestellt werden – und die lockt man für gewöhnlich nicht mit Premiumaccounts.