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Vor drei Jahren war es DotSource (www.dotsource.de), das den Live-Shoppingdienst Preisbock (www.preisbock.de) mit aus der Taufe hob. Nun hat die Full-Service-Internetagentur aus Jena Preisbock komplett übernommen und die zuvor beteiligten Business-Angel ausbezahlt.

DotSource gründet Preisbock mit Hilfe von Business-Angels

Preisbock gibt selbst an, seit Monaten profitabel zu sein, ein Umstand, der nicht selbstverständlich ist, während vergleichbare Liveshopping-Anbieter teilweise harte Schlagseite haben. Der Hype der ersten Jahre in diesem Segment scheint vorbei, auch wenn Woot!, das Vorbild vieler dieser Konzepte, gerade erfolgreich an Amazon verkauft wurde.

DotSource ist eine inhabergeführte Full-Service-Internetagentur, die zur Abwechslung einmal nicht in Berlin, sondern in Jena sitzt und Preisbock 2007 selbst anschob. Nach der GmbH-Gründung im Januar 2008 wurden mit den Business-Angels Karsten Schneider, Lukasz Gadowski (Team Europe Ventures), Oliver Jung und Oliver Flaskämper (Geizkragen.de) sowie der TowerVenture eG und  der Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH (bm-t) verschiedene Kapitalgeber gewonnen.

Ab sofort hält DotSource wieder alle Anteile an der Preisbock GmbH und hat die anderen Anteilsinhaber ausgezahlt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die beteiligten Investoren ihr Geld zurück bekommen haben, aber keine wesentlichen Gewinne gemacht haben. Der Markt für Liveshopping wurde in der Vergangenheit stark gehypt, doch keine der deutschen Gründungen hat einen wirklichen Erfolg erzielen können. So ist Schutzgeld.de etwa bereits Pleite gegangen und Holtzbrincks Guut.de (www.guut.de) erlebt gerade eine kleine Wiedergeburt. Deutsche Startups diskutiert daher ebenefalls bereits die weiteren Erfolgsaussichten von Liveshoppingdiensten wie Guut.de. Dennoch scheint das Modell gut genug zu funktionieren, dass DotSource seine Anteile zurück gekauft hat.

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