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Project A Ventures (www.project-a.com) erobert das Lebensmittelsegment. Nach Informationen von Deutsche Startups (www.deutsche-startups.de) ist der Lebensmitteldienst unter dem vorläufigen Namen Yummy nach dem Shoppingclub Wine in Black (www.wine-in-black.de) und dem Maßhemden-Shop Amerano (www.amerano.de) das dritte Projekt. Mit dem Abo-Commerce-Modell will der neue Company-Builder rund um die Ex-Rocket Mitarbeiter Christian Weiß und Uwe Horstmann erneut ein Nischensegment erobern. Der große Wurf bleibt bisher aus.

Project A inspiriert von Rocket?

Wie Gründerszene bereits vergangene Woche berichtete, bringt es Project A Ventures mittlerweile bereits auf 40 Mitarbeiter, 80 Prozent kommen laut Christian Weiß dabei aus den Reihen von Rocket Internet (www.rocket-internet.de). Kein Wunder, dass diese sich auch mal vom alten Arbeitgeber inspirieren lassen. Das neue Project Yummy ist eine Abkopplung von Lebensmitteldiensten wie dem schwedischen Original Middagsfrid (www.middagsfrid.se) oder Linas Matkasse (www.linasmatkasse.se). Rocket Internet kopierte das Konzept bereits Ende 2011 mit HelloFresh (www.hellofresh.de).

Im HelloFresh-Abonnement bekommen Kunden wöchentlich Zutaten und Rezepte für drei bis fünf Gerichte nach Hause geliefert. HelloFresh expandierte bereits nach Frankreich, Großbritannien und in die Niederlande. Nutzer legen die Anzahl der Personen fest und haben dann die Wahl zwischen einer kleinen Tüte für 39 Euro bei zwei Personen oder einer großen Tüte für zwei Personen für 49 Euro. Neben den Lebensmitteln werden auch die Rezepte zwischen 17 und 22 Uhr nach Hause geliefert.

Weitere Anbieter des Abo-Lieferdienstes sind unter anderem das Hamburger Startup KommtEssen (www.kommtessen.de) oder der deutsche Ableger von Linas Matkasse Schlemmertüte (www.schlemmertuete.de). Auch das Berliner Kochhaus (www.kochhaus.de), das mittlerweile auch in Hamburg eine Filiale eröffnet hat, setzt auf den Koch-Trend und bietet einen Lieferservice an.

Wann kommt das erste große Project von Project A?

Es wird abzuwarten sein, inwieweit sich Yummy von der Konkurrenz unterscheidet. Der Lieferdienst im Abo könnte aber größere Erfolgschancen haben, als das bisher schleppend anlaufende Geschäft der Online-Supermärkte. Der Online-Supermarkt klingt zwar nach einer bahnbrechenden Idee. Doch der Online-Handel mit Lebensmitteln hat bislang in Deutschland noch nicht den Durchbruch geschafft. Verdorbenes Obst, unkalkulierbare Lieferzeiten und wenig Inspiration wurden den Anbietern vorgeworfen.

Der große Wurf ist Yummy, ähnlich wie Wine in black und Amerano, sicher aber noch nicht. Zudem bestätigt Yummy erneut, dass auch von Project A wohl keine Abkehr von Copycat-Modellen zu erwarten sein wird. Im Gespräch mit Gründerszene hatte Christian Weiss vergangene Woche gesagt, das der Fokus zunächst insbesondere auf infrastrukturellen Operations-Elementen wie Online-Marketing und Business-Intelligence liegen werde. Etwa vier bis sechs Gründungen seien pro Jahr geplant.

Update: In einer früheren Version dieses Artikels wurde Linas Matkasse als das vermutliche Vorbild des Projekts Yummy beschrieben. Das Unternehmen gilt jedoch selbst als Kopie des eigentlichen “Vorbilds” Middagsfrid.

Bild: Pixelio / Grey59
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