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Erst Anfang der Woche wurde es bekannt: Seit Beginn des Jahres arbeiten Uwe Horstmann, Thies Sander (ehemaliger CEO von Toptarif (www.toptarif.de)) und Christian Weiss an einem neuen Projekt, dem Inkubator “The Oryx Project” (www.oryx-project.de), bald Project A Ventures (www.project-a.com), die Webseite ist bereits online. Die Otto-Group wurde als einer der ersten Investoren bekannt. Gründerszene hatte die Chance, einige Hintergründe zur strategischen Partnerschaft von der Otto-Group in Erfahrung zu bringen. Die Gründer des neuen Inkubators selbst geben derzeit noch keine weiteren Details an die Öffentlichkeit. Project A soll für Otto insbesondere zur Innovationsquelle werden.

Project A finanziert Startups im Internet-, Mobile- und E-Commerce-Bereich

Der Inkubator geht nach Unternehmensangaben mit zahlreichem Personal aus den Reihen Rocket Internets und seiner Gründungen an den Start. Die Rede ist von “einem Team von erfahrenen Experten aus den Bereichen Online-Marketing, IT, Produktentwicklung und HR, das in den letzten Jahren relevanten Anteil am Aufbau verschiedener internationaler Unternehmen wie zum Beispiel Zalando (www.zalando.de), Groupon (www.groupon.de) und eDarling (www.edarling.de) hatte.” Der Inkubator ist derzeit auf Personalsuche.

Nach Informationen von Deutsche Startups wird das erste Investment ein Onlineshop für Wein. Erster strategischer Partner ist die Otto-Group. Spiegel Online geht von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag aus.

“Mit dem Investment in den neuen Inkubator will die Otto Group eine weitere Frühphase innerhalb der Wertschöpfungskette von E-Commerce-Geschäftsmodellen abdecken. Geht es beim Investment in eVenture Capital Partners seit 2008 erfolgreich um Geschäftsmodelle in der Early-Stage-Phase, zielt der neue Inkubator auf Geschäftsmodelle in der Seed- und Early-Stage-Phase”, sagte ein Sprecher der Otto-Group gegenüber Gründerszene. Der Fokus der Gründungen liegt laut OTTO auf Geschäftsmodellen im Internet-, Mobile- und E-Commerce-Bereich.

Otto sucht Inspiration

Die Otto-Group hat sich bereits zuvor im Internetsektor beteiligt. So investierte ihre Beteiligungstochter eVenture Capital Partners beispielsweise in den Shoppingclub Limango (www.limango.de), in die Verbraucherplattform KaufDa (www.kaufda.de), das Einrichtungsportal MyDeco (www.mydeco.com) oder die Couponing-Plattform (damals noch) CityDeal. Neben einem klassischen VC wird Otto künftig demnach also auch an einem Inkubator beteiligt sein.

Strategisch klug, um nah an Innovationen zu bleiben: “Auch diese Beteiligung ist ein Investment in ein operativ völlig unabhängig von der Otto Group agierendes Venture. Die Otto Group verspricht sich davon Lösungsbeiträge für zentrale Herausforderungen des Unternehmens, indem wir frühzeitigen Zugang zu Ideen, erfolgversprechenden Geschäftsmodellen und qualifizierten, unternehmerisch denkenden Talenten aus dem Business- und Technologiebereich erhalten”, sagte ein Sprecher der Otto-Group weiter.

Im Geschäftsjahr 2010/11 konnte die Otto-Group ihren Umsatz um 1.272 Millionen Euro auf 11.404 Millionen Euro steigern. Dies entspricht einem Zuwachs von 12,6 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Dabei legten alle drei Segmente – Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service  – zweistellig zu. Die Otto-Group ist kein zentralistisch geführter Konzern. Laut Unternehmensanangaben agieren ihre Unternehmen in hohem Maße selbständig. Die 123 wesentlichen Konzerngesellschaften der Otto Group bilden ein großes Portfolio an Sortimenten und Vertriebskanälen für unterschiedliche Zielgruppen. Zum Portfolio gehören unter anderem Limango, Mirapodo (www.mirapodo.de), Smatch (www.smatch.com) und MyToys.

Die Partnerschaft könnte für beide Seiten interessant werden, setzt aber auch bestimmte Restriktionen für Project A.

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