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ProSiebenSat.1 scheint die Herausforderungen der Wandlung vom Fernsehsender zur Multimedia-Gruppe richtig verstanden zu haben: In der Digitalsparte weist der Konzern ein Wachstum von 31 Prozent aus. Besonders bei Online-Spielen und Video-on-Demand konnte das Unternehmen dabei punkten. Aber auch mit der Vermarktung von Medialeistung an Startup-Unternehmen konnten gute Gewinne erzielt werden.

ProSiebenSat.1: Wachstumstreiber Digitalgeschäft

Wie sehr das Geschäft mit Online-Games und Video-on-Demand die TV-Branche verändert, wurde wohl selten so deutlich wie an den nun von ProSiebenSat.1 (www.prosiebensat1.de) vorgestellten Zahlen zum ersten Quartal 2012. Um knapp ein Drittel auf 70,5 Millionen Euro sind die Umsätze in der Digitalsparte angestiegen, wobei laut Geschäftsbericht (PDF) der Löwenanteil des Wachstums auf das Online-Geschäft entfällt. Zudem habe das noch junge Ventures-Geschäft erneut das Wachstum angetrieben, insbesondere die Vermarktung von Medialeistung an Startup-Unternehmen. Im vergangenen November hatte die Gruppe über den Beteiligungsarm Seven Ventures auch Anteile an der Online-Kontaktplattform MeetOne (www.meetone.com) erworben.

Sowohl bei Online-Spielen wie auch bei Video auf Abruf hat sich ProSiebenSat.1 im ersten Quartal breiter aufgestellt. So schloss der Konzern mit Sony Online Entertainment einen Exklusivvertrag über die europaweiten Lizenzen für acht Blockbuster-Games. Von Warner Bros. erwarb der Konzern ein umfangreiches Rechtepaket für Maxdome und schloss mit Panasonic einen Vertrag für die technische Verbreitung der Online-Videothek. Mit 45.000 Titeln sieht sich das Filmportal nicht nur als größte Video-on-Demand-Plattform in Deutschland, sondern nun auch auf nahezu allen hybriden TV-Geräten direkt verfügbar. Mit MyVideo (www.myvideo.de) betreibt das Unternehmen darüber hinaus eine weitere Video-Plattform, die ergänzend “lustige Videos, Musik, TV-Serien und kostenlose Filme” bieten soll.

Auch insgesamt gute Zahlen

Aber auch in anderen Bereichen hat sich der Medienkonzern den Zahlen nach gut aufgestellt. Insbesondere im deutschen Werbemarkt, aber auch dem Geschäft in Nordeuropa, konnte ProSiebenSat.1 von Januar bis März dieses Jahres gut wachsen. Über alle Geschäftszweige hinweg stieg der Umsatz im ersten Quartal um 6,5 Prozent auf 634,8 Millionen Euro an, schreibt auch Meedia. Die Gruppe weist für den Zeitraum ein recurring EBITDA – um Einmaleffekte bereinigte Erträge vor Zinsen, Steuern, Zu- und Abschreibungen – von 141,6 Millionen Euro aus, was einen Anstieg von 8,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet. Die operative Marge habe sich dabei auf von 21,8 auf 22,3 Prozent erhöht, betont das Unternehmen.

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