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“McFit” + YouTube + intelligente Auswertung?

Von Cardio bis Stretch und von Dance bis Gesunder Rücken: Der bisherige Springstar-Geschäftsführer Magnus Resch hat den Berliner Inkubator verlassen und will mit seinem neuen Projekt im Fitness-Geschäft punkten. Gymondo (www.gymondo.de) präsentiert sich dabei als Online Fitness-Studio, mit Videos verschiederer Trainer und mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zugehörigen Apps und für 12,90 Euro im Monat soll dabei laut Webseite ein zielstrebiges und umfangreiches Workout-Programm möglich sein.

Kern des Gymondo-Konzepts dürfte wohl die Statistik-Seite sein, auf der sich Mitglieder mit ihren Facebook-Freunden oder auch einer Referenzgruppe messen und vergleichen können. Es wird also versucht, die Kunden über einen Gamification-Ansatz zu motivieren – und sie als zahlende Mitglieder zu behalten. Dass im Übrigen ein eigener Trainingsplan mit individuellen Zielen erstellt wird, darf anno 2013 wohl fast schon erwartet werden. Immerhin: Gymondo gibt sich Mühe, all dies lustig und flott zu verpacken. Gymondo sei bekannt aus dem TV, heißt es auf der Webseite, und tatsächlich wurden erste Werbespots bereits gesichtet – angesichts der genannten Sender liegt dabei nahe, dass die ProSiebenSat.1-Gruppe in das Modell investiert hat. Derweil stellt sich die Frage: Was wird aus Springstar?

Was steht bei Springstar derzeit im Fokus?

Mit dem Weggang des bisherigen Geschäftsführers bei Springstar (www.springstar.com) wird derweil immer deutlicher, dass der Berliner Inkubator zukünftig eine neue Ausrichtung bekommen wird. Nachdem auch Mitgründer Klaus Hommels ausgeschieden ist, um sich nach eigenen Angaben wieder rein auf das Investieren zu konzentrieren, sitzt Brands4Friends-Gründer Oliver Jung mit Geschäftsführer Jonathan Teklu nun alleine am Steuer. Zuletzt hatte sich der Inkubator vornehmlich um den internationalen Rollout des Unterbringungs-Vermittlers Airbnb gekümmert.

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Der Blick auf die Portfolio-Seite des Berliner Inkubators zeigt zwar eine ganze Reihe an Jungunternehmen, beim genauen Hinsehen wir allerdings schnell klar, dass für viele der aufgeführten Unternehmen wohl eher der Status passiv angemessen zu sein scheint. Zwar machte Springstar mit einem recht frühen Exit des Shoppingclubs Casacanda an das US-Vorbild Fab.com im Februar vergangenen Jahres Schlagzeilen. Zuletzt hatte der Inkubator seinen Modeschmuck-Shop Juvalia & You (www.juvalia.de) nach weniger als einem Jahr an den Wettbewerber Pippa & Jean abgegeben – was finanziell kaum ein “Jackpot” war.

Wann landet der nächste Adler?

Resch selbst dürfte derweil nach Gymondo noch weitere Projekte ins Auge gefasst haben – zumindest lässt dies seine Unternehmensseite Aquilamus (www.aquilamus.com) vermuten. Man starte Internetunternehmen rund um die Welt, heißt es dort vollmundig. Ein eigener Inkubator will das Resch-Unternehmen allerdings nicht sein. Gleichzeitig wird zum Einsenden von Geschäftsideen aufgerufen – mehr als zwei Sätze sollen die Konzepte allerdings nicht umfassen.

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