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Die Finanzierungsrunden im Januar klingen nicht ab. Nun darf sich auch Smaato, ein Spezialist für die globale Optimierung mobiler Werbung, über ein Investment freuen. Sieben Millionen US-Dollar gibt der asiatische Investor EDB Investments in Smaato und dürfte gleichzeitig auch ein wichtiger Partner für die Asien-Expansion sein.

Smaato will nach Asien expandieren

Neben EDBI beteiligten sich auch Smaatos bestehende Investoren an der durchgeführten Finanzierungsrunde, so auch das Private-Equity-Unternehmen Aeris Capital. Nach derzeitigem Umrechnungskurs erhält Smaato so gut 5,1 Millionen Euro durch den Geldgeber aus Singapur und seine Investoren.

Zuletzt hatte Smaato im Dezember 2009 eine B-Finanzierung über 4,5 Millionen US-Dollar erhalten, die vor allem von Aeris Capital getragen wurde und für die internationale Verbreitung des Mobile-Advertisers verwendet werden sollte. Das nun erhaltene Kapital soll ebenfalls für die internationale Expansion von Smaato verwendet werden, speziell auf dem asiatischen Kontinent, den Smaato von seinem Büro in Singapur aus zu bearbeiten gedenkt.

Glaubt man Chu Swee-Yeok, CEO von EDBI, war es vor allem Smaatos Marktposition, die den asiatischen Finanzier überzeugte: “Smaato is a leader in the mobile advertising optimization space with its highly innovative advertising optimization platform. As a digital advertising hub, Singapore is an ideal base for Smaato to address the fast growing mobile ad market in Asia, given the high concentration of ad networks, media agencies, and publishers here. EDBI looks forward to working closely with Smaato to partner key industry players leveraging on our networks in the region, and executing the company’s ambitious expansion plans in Asia.”

Smaato setzt auf mobile Werbung

Es versteckt sich ein deutsch-amerikanischer Mischmasch hinter Smaato, das derzeit weltweit 55 Mitarbeiter beschäftigt und es laut eigenen Angaben auf 11.000 Publisher bringt, die über Smaato auf rund 20 Milliarden Ad-Requests monatlich kommen sollen. Smaato gibt an, mobile Werbung in über 220 Ländern auszutragen – keine schlechte Zahl, selbst das Auswärtige Amt kennt nur 194 Länder weltweit.

Entsprechend zufrieden ist Smaato-CEO und -Mitgründer Ragnar Kruse: „We have seen a tremendous growth in Smaato’s revenues in 2010. For 2011, we expect even more exponential growth by partnering with leading mobile publishers and app developers worldwide. Singapore has proven to be an excellent location to expand our Asian business. This new round of funding will help us improve our reach, foster product innovation and grow the Smaato team worldwide.”

Smaato ist ein Mobile-Advertising-Unternehmen, das eine Plattform namens SOMA (Smaato Open Mobile Advertising) zur Optimierung mobiler Werbung betreibt. Ähnlich wie dies Madvertise (www.madvertise.de) oder Yoc (www.yoc.com) auch auf dem deutschen Markt vollziehen, kooperiert Smaato mit Mobile-Publishern und App-Entwicklern.

Der Mobile-Sektor mit merklichem Aufschwung

Schon 2009 erlebte der Mobile-Sektor einen merklichen Aufschwung, als etwa die AdMob-Übernahme durch Google für Euphorie in der Branche sorgte, und auch der deutsche Mobile-Markt dürfte von Smaatos Finanzierung profitieren, ist das Unternehmen neben weiteren Standorte in Kalifornien, Boston und Singapur doch zu großen Teilen auch in Hamburg aktiv.

Speziell Mobile-Payment, Location-based-Services und Mobile-Advertising dürften 2010 einen Aufschwung erfahren und noch für weitere Bewegung im Wettbewerberfeld sorgen. Bisher wurde dem Mobile-Markt wiederholt der Durchbruch nachgesagt, nun begintt sich die Branche zusehends vielversprechend zu entwickeln. Besonders der Erfolg von Apples App Store und die wachsende Relevanz der Android-Konkurrenz dürften das Segment weiter beleben und auch In-App-Advertising relevanter machen. Es bleibt spannend abzuwarten, wer in Sachen Kriegskasse nachzieht.