Smarchive Finanzierung

Persönliche Alltagsdokumente will Smarchive digital speichern und ordnen. Die App soll Nutzer dabei auch an ablaufende Fristen und Termine erinnern können. Für dieses Vorhaben hat das Münchner Startup nun eine siebenstellige Finanzierung von T-Venture, Check24 und mehreren private Investoren erhalten. Smarchive startet mit starker Konkurrenz, gerade erst wurde Doo mit zehn Millionen US-Dollar unterstützt.

Smarter Papier-Killer

Nach der ersten Finanzierung über Seedmatch (www.seedmatch.de), erhält das Münchner Dokumentenmanagement-Startup Smarchive (www.smarchive.de) nun eine Finanzierung im siebenstelligen Bereich. T-Venture (www.t-venture.de) führt die Finanzierungsrunde, beteiligt sind außerdem Check24 (www.check24.de) und mehrere private Investoren, wie etwa Birgit Ströbel, Mitgründerin von ImmobilienScout24 (www.immobilienscout24.de). Smarchive wurde von Steffen Reitz, Fabian Stehle und Holger Teske im Juli 2011 gegründet.

Mit Smarchive lassen sich Dokumente verwalten und sortieren. Die Applikation erkennt bestimmte Dateiformate oder Inhalte von Dokumenten und sortiert diese entsprechend. Über eine semantische Analyse der gespeicherten Daten soll die Software auch Termine und Fristen erkennen, zum Beispiel wann der Mobilfunkvertrag des Nutzers ausläuft, und Letzteren daran erinnern.

Das System wurde laut Smarchive mit dem Karlsruher Institut für Technologie entwickelt und wurde bisher nur in sehr teuren Lösungen in großen Unternehmen genutzt, es sei weltweit einzigartig. Für neue Nutzer ist der Service zunächst kostenlos, wer mehr als 1.000 Dokumente speichern und verwalten will, muss dafür knapp fünf Euro bezahlen. Von Anfang an soll der Papier-Killer auf Englisch, Deutsch und Französisch verfügbar sein, damit wollen die Gründer eine schnelle Internationalisierung ihres Produkts einleiten.

Starke Konkurrenz für Smarchive

Private Dokumente papierlos zu ordnen und zu verwalten ist ein bekanntes Problem das schon viele Lösungsansätze gesehen hat. Von unterschiedlichen Dokumentenmanagementsystemen (DMS) über Google Docs bis zu Evernote gibt es viele entsprechende Ansätze. Zuletzt hatte der Bonner Smarchive-Konkurrent Doo (www.doo.net) mit einer Finanzierung von zehn Millionen US-Dollar für Aufmerksamkeit gesorgt.

Das Bonner Unternehmen will dem Nutzer mit seinem Produkt praktisch den selben Nutzen wie Smarchive bringen, auch hier können Dokumente an einer Stelle verwaltet und sortiert werden. Doo konzentriert sich bewusst auf eigene Apps, so der Gründer. Smarchive hingegen wird sein Produkt mit eigenen Apps und einer Webapplikation starten. Dass das Problem der Dokumentenorganisation nicht ganz ohne ist hat das gehypte Startup von Frank Thelen bereits zu spüren bekommen – und musste sein Organisationsmodell nach dem Beta-Launch grundlegend überarbeiten.

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