Startplatz Maple Apps

Maple Apps: sechsstellig und Lean-Startup-Wissen

Der Kölner Inkubator Startplatz  (www.startplatz.de) investiert einen mittleren sechsstelligen Betrag in die App-Entwicklungsagentur Maple Apps GmbH (www.maple-apps.com), wie der Inkubator selbst im prestigeträchtigen Mediapark beheimatet. Das frisch finanzierte Startup entwickelt als Dienstleister Apps für iOS, Android und Windows Phone – ähnlich dem Modell von The App Guys (www.theappguys.de), die ebenfalls in Köln ansässig sind. Doch auch eigene Produkte werden umgesetzt und auf den Markt gebracht, betont Maple Apps. So zum Beispiel die App „Gauss – The People Magnet“, durch die sich Menschen, basierend auf gemeinsamen Interessen, vernetzen können.

Das Jungunternehmen verweist bereits auf einige Referenzen, darunter etwa der Apothekenkosmetikanbieter Avéne. Auch bilde man selbst Entwickler in den Bereichen iOS- und Android-Programmierung aus, wie Arne Horn verrät – der Kölner Diplom-Wirtschaftsinformatiker hatte Maple Apps im Jahr 2010 gegründet. Der Schwerpunkt des Unternehmens lag dabei zunächst in der Entwicklung von Audio- und Video-Apps. Nach der Akquise verschiedener Kundenprojekte umfasst das Entwicklerteam mehr als fünf Vollzeit-Entwickler am Standort Köln. Vom Inkubator versprechen sich Horn wie auch Startplatz – passend zum Inkubatoren-Konzept – insbesondere Synergien in der täglichen Arbeit durch die Nähe zu anderen Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce und Programmierung und Know-how im Bereich Lean-Startup.

Köln wächst zusammen

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Mit der Finanzierung will Maple Apps vor allem das Entwicklerteam ausbauen und verstärkt, aber nicht ausschließlich, auf eigene Produkte setzen. Konkrete Details dazu wollte man allerdings nicht verraten. Initiator des Projekts Startplatz ist die Familie Gräf Holding GmbH. Hinter der Holding stehen Lorenz Gräf, der Gründer und langjährige CEO der Globalpark AG, und Matthias Gräf. Beide sind auch Geschäftsführer des Inkubators selbst, der offiziell zum 9. November vergangenen Jahres gestartet wurde. Wie die Familie den Startup-Brutkasten positioniert, wie man sich von anderen Inkubatoren abgrenzen will und was man der Fragmentierung in der Kölner Startup-Szene entgegensetzen möchte, hatten die beiden im Gründerszene-Interview erklärt.

Nach der vorläufigen Insolvenzanmeldung des Kölner Betahauses war zuletzt eine lebhafte Diskussion über den Status quo und die Zukunft der Kölner Startup-Szene entbrannt. Mit Inkubatoren wie Crossventures (www.crossventures.de) und NetStart Venture (www.netstart-venture.de) sowie einer Vielzahl an Co-Working-Spaces ist zwar bereits eine gewisse Infrastruktur vorhanden. Dennoch wird zumindest an einigen Stellen noch nach Orientierung gesucht, während sich rund um den Stadtgarten immer deutlicher ein Gründerzentrum herausbildet und der Austausch der einzelnen Startups zunimmt.

Bildmaterial: Startplatz