Tausendkind, Anike von Gagern, Kathrin Weiß, Finanzierungsrunde

Es greift ein Baby-Boom im E-Commerce-Segment um sich und Gründerszene hat einige der neuen Player schon vorgestellt: Windeln.de (www.windeln.de), BabyMarkt (www.babymarkt.de), Zuckerwolke (www.zuckerwolke.de) oder auch Tausendkind (www.tausendkind.de) gehören zu den Gründungen dieses Bereichs. Letztgenanntes Tausendkind konnte nun seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen.

Verschiedene Investoren bei Tausendkind

Es sind gleich mehrere Investoren, die Tausendkind mit dem notwendigen Startkapital in ungenannter Höhe ausstatten: Neben Gatcombe Park Ventures Limited und der AGRARIA Beteiligungs GmbH, investiert auch der von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin. Als Business-Angel sind unter anderem August von Joest, Andre Alpar und einige weitere an Bord. Tausendkind, welches sich auf den Online-Vertrieb hochwertiger Baby- und Kleinkindprodukte spezialisiert hat, will die finanziellen Mittel primär dazu nutzen, die Vermarktungsaktivitäten zu intensivieren und das Produktspektrum zu komplettieren.

Operativ geleitet wird Tausendkind von Anike von Gagern (rechts im Bild) und Kathrin Weiß, die beide gemeinsam für McKinsey als Unternehmensberaterinnen tätig waren und langjährige Freundinnen sind. Damit erklärt sich auch, warum Gründerszene zunächst Seriengründer Christian Weiß als Gründer von Tausendkind vorgestellt hatte: Der Gimigames-Macher ist mit Kathrin Weiß verheiratet und unterstützte bei der Gründung. Operativ wird sich Christian Weiß jedoch zurückhalten und wohl allenfalls Knowhow und Kontakte bei Tausendkind einbringen.

Tausendkind setzt auf Boutique-Charakter mit teuren Marken

In seinem Selbstverständnis sieht Tausendkind sich als einen der ersten Anbieter hochwertiger Baby- und Kleinkinderartikel und plant, die Vorauswahl, den Service und das Kauferlebnis des gehobenen stationären Handels online umzusetzen: „Wir sind der erste Anbieter, der die Vorauswahl, den Service und das Kauferlebnis des gehobenen stationären Handels professionell online verfügbar macht. Damit sind wir der Shop für Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, gute Freunde – alle, die ein Baby oder Kleinkind beschenken möchten“, erklären die beiden Gründerinnen. „Durch den finanziellen Rückhalt der Investoren können wir die erforderlichen Maßnahmen für einen schnellen Marktzugang umsetzen.“

Dafür plant Tausendkind ein „attraktives Markenportfolio aus einerseits starken, bekannten und prestigeträchtigen, andererseits design-orientierten, besonderen und kleinen Marken“. Tausendkind geht somit einen gänzlich anderen Weg als etwa Windeln.de, indem es auf teure, höhermargige Produkte setzt, anstelle von Gebrauchsartikeln wie Windeln und Schnullern. Insofern Kleinkindern aus diesen Fashion-Artikeln auch schnell herauswachsen, kann es durchaus funktionieren, dass Tausendkind es zu langen Kundenbeziehungen bringt. Vielleicht kein Millionengeschäft, aber dennoch eine attraktive Nische.

So sieht es auch die IBB: „Babies und Kleinkinder stellen ein attraktives Segment im Online-Handel dar“, meint Katja Kühnel, Investment-Managerin bei der IBB Beteiligungsgesellschaft. „Die Zielgruppe Eltern ist gut adressierbar, der Bedarf planbar, und es werden im Vergleich höhere Margen und geringe Retourenquoten erzielt.“ Um dies zu gewährleisten will Tausendkind eine effektive Vorauswahl bieten, bei der Produkte hinsichtlich Qualität, Alltagstauglichkeit, Gesundheit und Design aufbereitet werden und neben detaillierten Produktpräsentationen auch eine schnelle Kaufabwicklung und qualifizierten Service offerieren.

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