UnitedCommerce (www.unitedcommerce.de) ist insolvent. Das Startup um die Onlineshops Chefgourmet.de, 12vinos und Geschenkpaket.de stellte bereits Ende Januar einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hamburg. In der Vergangenheit hatten die Shops vor allem mit unzufriedenen Kunden aufgrund von Lieferengpässen zu kämpfen. Brachen die Deal-Aktionen mit Groupon und DailyDeal UnitedCommerce das Genick?
UnitedCommerce steckt im Insolvenzverfahren
Der Hamburger Multishop-Anbieter UnitedCommerce ist zahlungsunfähig. Bereits am 30. Januar wurde das Insolvenzverfahren eröffnet (Amtsgericht Hamburg, Aktenzeichen: 67g IN 38/12). Rechtsanwalt Klaus Pannen wurde nach Informationen von Deutsche-Startups zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die UnitedCommerce GmbH ging im Mai 2011 als Holding-Gesellschaft um den im Sommer 2010 von Christian Mager gegründeten Delikatessen-Shop Chefgourmet.de (www.chefgourmet.de) an den Start. Im Juni 2011 ging Geschenkpaket.de (www.geschenkpaket.de) online, erst seit November betreibt UnitedCommerce zudem die Weinplattform 12vinos (www.12vinos.de).
In der Vergangenheit hatten sich die Beschwerden über die Shops im Portfolio von United Commerce gehäuft – so seien viele Bestellungen nicht ausgeliefert worden, auch der Kundenservice habe Wünschen offen gelassen. Gerade den aus Deals resultierenden Massenbestellungen um die Weihnachtszeit konnte das Unternehmen zuletzt nur schwer nachkommen. Besonders über Chefgourmet.de wurden verstärkt Gutscheine über DailyDeal und Groupon vertrieben.
Seit Freitag kommuniziert UnitedCommerce die Insolvenznachricht über die Facebook-Seite von Chefgourmet. Für die Kunden heißt es dort: “Sobald das Insolvenzverfahren endgültig eröffnet wurde, erhalten Sie Nachricht über die Vorgehensweise zur Anmeldungen Ihrer eventuell noch bestehenden Forderung.”


Tja das kann passieren mit der Insolvenz. Die Schwierigkeiten durch die Deals werden langfristig auch auf die Dealanbieter zurückfallen.
Eine Insolvenz bedeutet ja nicht immer das Ende, und die neue Gesetzeslage dazu, stellt das erhalten ja etwas stärker in den Vordergrund.
Als Redaktion sollte man überlegen, wie man sowas demnächst systematisch früher herausfinden würde.
Die normale Papier-Qualitäts-Leistungs-Presse kann ja weiter hinterher-berichten was aus dem Fax-Gerät kommt.
Ist es nicht allgemein schwierig, einem einzelnen Marketing-Kanal die Schuld am Scheitern eines Unternehmens zu geben? Mir persönlich scheinen hier vorher schon Fehler gemacht worden zu sein, die beim Management liegen. Die Kooperationen mit Groupon und DailyDeal waren dann vermutlich nur die berühmte Flucht nach vorne.
Da bin ich bei Julika. An den Deals alleine kann es nicht gelegen haben. Ich vermute auch, dass es scheinbar Probleme gab, die gesetzten Ziele zu erreichen. Einfach nur Shops hinstellen reicht halt nicht.
Die Deals auf Groupon und DailyDeal haben denen dann den letzten Schlag versetzt. Ich meine 29€ anstatt 60€, von den 29€ gingen bestimmt noch ca. 10€ an die Portale, d.h. 19€ Einnahme bei einem Warenkorb von 60€. Da hat man anständig raufgebuttert. Da muss man schon die ganz große Portokasse haben.