Gründerszene Weekly Logo

Qype erhält 6,5 Millionen Euro frisches Kapital, Plista nimmt 2,5 Millionen Euro auf, Dawanda verabschiedet Oliver Jung und begrüßt neue Investoren, Tengelmann übernimmt 10 Prozent von Stylight und die Hanse-Ventures-Beteiligung Captain Travel kriselt.

Vodafone steigt bei Qype ein

Das Hamburger Unternehmen Qype hat eine stattliche Finanzierungsrunde über 6,5 Millionen Euro eingefahren. Davon trägt Vodafone über seinen Investmentableger Vodafone Ventures den Großteil des Investments. Insgesamt 3,5 Millionen Euro steuert der Mobilfunkkonzern bei und sichert Qype gleichzeitig einen Platz in der ersten Reihe der auf seinen Handys installierten Apps: In Deutschland, Großbritannien und Italien wird Qype ab sofort als gemeinsam gebrandete Version vorinstalliert.

Plista holt 2,5 Millionen Euro

Über insgesamt 2,5 Millionen Euro darf sich der Personalisierungs- und Empfehlungsdienst Plista (www.plista.com) dieser Tage freuen. Das Berliner Unternehmen wurde gleich von mehreren Investoren finanziert: Crédit Agricole Private Equity und der NWZ-Verlag, aber auch die bestehenden Investoren DuMont Venture und der High-Tech Gründerfonds haben sich an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Kommen und Gehen bei Dawanda

Es kommt Bewegung in die Gesellschafterliste der Kreativplattform DaWanda (www.dawanda.com): Business-Angel Oliver Jung hat seine Anteile an den Berliner Inkubator Team Europe Ventures verkauft, der im Zuge dessen auch die beiden europäischen Geldgeber Kima Ventures und Piton Capital an Bord holte. Eine Finanzierungsrunde gab es bei DaWanda jedoch nicht.

Tengelmann übernimmt 10 Prozent von Stylight

Der Einzelhandelsriese Tengelmann hat sich am Modemarktplatz Stylight (www.stylight.de) beteiligt und bleibt damit nicht nur seinem Investmentfokus – E-Commerce-Themen vorwiegend im Fashionbereich – sondern auch seinem Umfang treu: Tengelmann übernahm 10 Prozent von Stylight. Es war wohl vor allem der innovative Ansatz und das dahinter stehende Team, dass Tengelmann überzeugt hat.

Captain Travel im freien Fall – Hanse Ventures in der Krise?

Es waren gleich mehrere Hinweise auf eine schlechte Grundstimmung im Hanse-Ventures-Umfeld, die an die Gründerszene-Redaktion heran getragen wurden. Mit Captain Travel findet sich ein erster Beleg, dass es unter der Oberfläche des noch recht jungen Inkubators Hanse Ventures anscheinend brodelt: Das gesamte Gründerteam und die Minderheitsinvestoren sind abgesprungen – ein Einzelfall?