Rocket Internet und Portfolio gut von Kinnevik bedacht

Der Report der Investment AB Kinnevik verrät, dass Startups im Portfolio des Berliner Inkubators Rocket Internet (www.rocket-internet.de) im Jahr 2011 insgesamt mit rund 305 Millionen Euro ausgestattet wurden. Die international investierende Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stockholm hält laut Report 25 Prozent an Rocket Internet. Allein bei Rocket ist Kinnevik neben Zalando unter anderem in Home24 (www.home24.de), Wimdu (www.wimdu.com) und eDarling (www.edarling.de) investiert. Näheres liefern die nachfolgenden Auszüge aus dem Kinnevik-Report.

Zalando-Umsatzzahlen mit Wermutstropfen

Im Report von 2011 finden sich nun erstmals auch Zahlen von Mode-Startup Zalando (www.zalando.de): Demnach flossen Zalando 2011 knapp 95 Millionen Euro durch Kinnevik zu. Im ersten Halbjahr 2011 erwirtschaftete Zalando laut Report einen Nettoumsatz  von rund 200 Millionen Euro, verglichen mit den Umsatzzahlen des gesamten Vorjahres von 159 Millionen Euro eine recht stattliche Summe. “Aufgrund starken Wachstums und geografischer Expansion hat das Unternehmen trotzdem einen Betriebsverlust zu verzeichnen”, zitiert der Report.

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Angesichts der zahlreichen Finanzierungsrunden und des kontinuierlichen Expansionskurses war davon auszugehen, dass Zalando bisher keine Gewinne erzielt. Das Business-Modell ist zudem kostenintensiv. Einerseits, weil das Unternehmen viel Ware vorfinanzieren muss, indem die Hersteller sie zwingen, ganze Kollektionen abzunehmen, andererseits, weil hohe Lagerkosten entstehen. Noch in diesem Jahr soll laut Kinnevik-Report ein neues Logistikzentrum in Erfurt in Betrieb genommen werden, um die teuren und komplexen Operations zu optimieren. Ein weiteres Problem bei Zalando besteht darin, dass Nutzer auf Rechnung bestellen und die Ware 100 Tage kostenlos zurücksenden können, was zu hohen Retourenkosten führen dürfte.

Mitarbeit: Nora-Vanessa Wohlert

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