Zalando Retourenquote

Hohe Ausgaben sorgen für Verlust

Mit konkreten Zahlen hielt sich der Online-Versender Zalando (www.zalando.de) abgesehen vom Umsatz bislang stark zurück. An einem Wert zeigte sich die Branche dabei besonders interessiert: der Retourenquote. In einem Interview mit der Welt sagte Geschäftsführer Rubin Ritter:

“Eine Welt ohne Rücksendungen wäre schön, ist aber unrealistisch. Für uns lautet die Frage: Kann das Geschäft auch mit Retouren profitabel gestaltet werden? Wir sind sicher, dass das geht. Und um die Diskussionen mal zu beenden, sage ich Ihnen jetzt: Für Zalando insgesamt liegt die Retourenquote bei etwa 50 Prozent.”

In der Bekleidungsbranche soll sich der Wert dem Vernehmen nach – je nach Artikel – auf bis zu 60 Prozent und mehr belaufen, für Zalando war die Quote gerüchteweise zuvor sogar auf rund 70 Prozent beziffert worden.

Für die Umsatzmilliarde – zum Halbjahr wurde bereits die Hälfte davon erreicht – sehe es im Jahr 2012 gut aus, lässt sich die Zalando-Führung zitieren, der entsprechende Jahresabschluss werde gerade erstellt. Einen Gewinn wird es, wie auch kaum zu erwarten war, allerdings nicht geben:

“Wir investieren erheblich in den Markenaufbau, in Deutschland und international. Das kostet Geld. Wir investieren in die Marke und in neue Kunden. Diese Ausgaben werden sofort ergebniswirksam und sorgen für Verlust. Das war bei Amazon nicht anders.”

Zum Jahreswechsel hatte das E-Commerce-Unternehmen aus dem Hause Rocket Internet (www.rocket-internet.de) unter dem Namen Emeza einen Luxus-Ableger gestartet und seine Logistik erweitert. Die Bewertung des Unternehmens hatte zuletzt bei knapp drei Milliarden Euro gelegen.

Hier das vollständige Interview bei der Welt.

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