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Im Businessbereich und besonders in der Zusammenarbeit zwischen den Business- und den IT-Entscheidern ist schnelles Umdenken entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Wer zukünftig gut für die effiziente Zusammenarbeit gerüstet sein möchte bekommt in diesem Artikel einen Überblick über die häufigsten Startup-Fehler und erfährt, wie man diese verhindern kann.

Probleme zwischen der  IT- und der Business-Seite

Der IT-Betrieb wird meist aus zwei Gründen finanziell gefördert: Erstens, wenn etwas Neues auf dem Markt kommt und zweitens, wenn Probleme auftauchen. Die finanziellen Mittel für neue Ideen oder Produkte betreffen vor allem den kreativen Arbeitsvorgang und werden durch den Investitionsrahmen eines Projekts abgedeckt. Für Prozessinnovationen  oder -verbesserungen wird kaum ein Cent investiert. Das ändert sich erst, wenn Probleme zwischen der Business- und der IT-Seite auftauchen, die möglicherweise auch schon zu wichtigen Ausfällen geführt haben. Die Probleme resultieren aus den folgenden Aspekten:

  • sich verändernde Anforderungen auf der Business-Seite
  • sich verändernde Anforderungen auf der IT-Seite
  • Verändertes Verhalten der Mitarbeiter
  • Verändertes Nutzungsverhalten durch die Endanwender

Acht Tipps für IT- und Business-Entscheider

In Startups mit Web-gestützten Angeboten spielt der IT-Betrieb eine tragende Rolle. Um zukünftig Reibereien zwischen der IT- und Business-Seite zu reduzieren oder ganz zu vermeiden, sollten Jungunternehmer folgende Tipps beherzigen:

1. Entwickler sollten nicht als Geschäftsleute fungieren, wenn sie keine Kompetenzen erworben haben

Man sollte das klassische Arbeitsteilungsprinzip anwenden, getreu dem Motto: Jeder macht das, was er am besten kann.

2. Betrieb planen, nicht “passieren” lassen

Das Ziel ist es, die Geschäftsidee umzusetzen.  Hierfür sollte man die Ressourcen bestmöglich bündeln, es kann und darf aber im Sinne eines nachhaltigen Betriebs nicht sein, dass der Betrieb einfach nur “passiert”. Gerade bei Web-gestützten Modellen sollte man dem IT-Betrieb eine höhere Aufmerksamkeit schenken.

3. IT- und Business-Seite eng miteinander verzahnen

Für das Unternehmenswachstum und die Weiterentwicklung von Prozessen und Methoden ist es wichtig, eine intensive Beziehung zwischen Business und IT zu etablieren und die jeweiligen Bedürfnisse aufeinander abzustimmen.

4. Prozesse und Dokumentation gestalten, nicht darauf hoffen

Prozesse entwickeln sich nicht von selbst. Sie werden von langer Hand geplant und vorbereitet. Für eine erfolgreiche Prozessentwicklung sollten daher ausreichend Zeit und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

5. Expertise zulassen, pflegen und gestalten

Expertise in allen IT-Belangen ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss immer zugelassen, gepflegt und aktiv gestaltet werden. Nicht nur dann, wenn es eine Situation direkt erfordert.

6. Kernkompetenzen definieren

Es ist sehr wichtig, schon frühzeitig die Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens zu definieren sowie die Vor- und Nachteile eines externen Betriebsmodells abzuwägen und zu entscheiden.

7. Qualitätsmanagement und Stärkung des Betriebs

Strukturierte Vorgaben sollen bei gleichzeitiger Stärkung des Betriebs und des Businessmodells die Qualität sichern.

8. Externe Mitarbeiter sorgfältig auswählen

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Bei der Auswahl externer Mitarbeiter sollte man auf Freundschaftsdienste verzichten, wenn die Qualifikation der jeweiligen Person nicht ausreichend ist. Man sollte frühzeitig definieren, für welche Aufgaben und für welche Projekte mit welcher Häufigkeit und aus welchen Unternehmenssituationen heraus (zum Beispiel bei einem Ressourcenengpass) externe Kräfte beauftragt werden sollten. Bedenken sollte man weiterhin, dass auch externe Mitarbeiter einer Führung bedürfen, dass einzelne Personen nicht über einen zu langen Zeitraum beauftragt werden (möglicher Verlust des breiten Marktwissens) und dass der Externe passend zur jeweiligen Phase des Unternehmens ausgewählt werden sollte.

Die Liste kann man erweitern und diskutieren.

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Bild: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
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