Versandverpackungen, Online-Versand, Onlineshops

Jeder, der eine gute Idee hat, sei es von A wie Apfelteiler bis Z wie Zwiebelschmalz, kommt irgendwann auf die Alles entscheidende Frage, wie bekomme ich mein tolles Produkt sicher, originell verpackt und heil zu meinen Kunden? Gründerszene beleuchtet die Basics des Versandhandels für Onlineshops.

Versand im Onlinehandel: Zwischen IAK, Katalog und Beratung

Ich benutze den IAK (Irgendein Alter Karton) und habe zwar die erste Lösung, aber auch das zweite Problem, was ist wenn die IAK´s ausgehen, zu klein oder groß sind oder einfach nur unschön aussehen. Dann folgt meistens der zweite Versuch.

Eine Alternative zu solchen schlecht skalierbaren Lösungen sind Kataloganbieter. Deren Vorteil: Die gesuchten Produkte lassen sich mit gestaffelten Preisen finden. Ein Nachteil ist dagegen sicherlich der Preis, denn da die Kataloge meist über einen bestimmten Zeitraum erscheinen, müssen sämtliche Eventualitäten, wie Rohstoffpreiserhöhung schon im Preis enthalten sein, weshalb Kataloganbieter meist sehr hochpreisig sind.

Beratungstechnisch, zum Beispiel bei Fragen wie “Kann man das Produkt gegebenenfalls im gleichen Karton zurücksenden?“ oder „Kommt die Ware heil an, ohne dass der Kunde zu Hause in einer Wolke von Styrophorchips sitzt, Berge von Folie oder Papier zu entsorgen hat?“ sieht es dort ebenfalls eher schlecht aus. Also dann doch lieber gleich der dritte Versuch, man spricht mit jemandem, der über das nötige fachliche Knowhow verfügt und hat alle Vorteile auf seiner Seite.

Den kompetenten Fachberater einmal vor’s Produkt gestellt und eine optimale Lösung entwickeln lassen, sieht dies schon anders aus. Es sei schon an dieser Stelle angemerkt, das für Entwicklungsarbeiten für Verpackung eventuelle Werkzeugkosten (Schnittmuster für Karton) und Klischees (Druckvorlage) sicherlich einmalig Kosten entstehen, beim gemeinsamen Willen zum Erfolg sich aber immer ein Lösung hierfür finden lässt – entweder man rechnet die Kosten ins Produkt mit ein oder vereinbart, dass die entstandenen Kosten bei entsprechenden Abnahmemengen wieder gutgeschrieben werden.

Wichtige Aspekte beim Online-Versand

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Was ist an dieser Stelle für bestehende oder angehende (E-Commerce-)StartUps wichtig? Erfahrungsgemäß gibt es ein paar Fragen, die sich bei praktisch jedem Versand über das Internet stellen:

  • Was möchte ich mit der Verpackung erreichen?

Nur befördern oder auch werben? Das Wissen hierum ist wichtig, um die anfallenden Kosten (mit oder ohne Druck) besser Beurteilen zu können.

  • Welche Zeit möchte ich für das Verpacken meiner Waren aufwenden?

Der Einsatz von Klebeband oder aufwendiges Falten (des Kartons) oder Kartonagen mit Aufstellhilfe oder vorhandenen Verklebungen sind verschiedene Varianten beim Versenden von Artikeln. Wie elaboriert die eigene Verpackungslösung sein sollte, entscheidet dann der eigene Anspruch, die Größe des Portemonaies und die anvisierte Zielgruppe.

  • Wie ist die Verpackung für meinen Kunden zu handhaben?

Kann er Diese leicht entsorgen oder habe ich Anteile von Kunststoff, die gesondert entsorgt werden müssen? Stelle ich mit der Verpackung meine eigene Firmenphilosophie hinsichtlich des Umweltbewusstseins und der Nachhaltigkeit für Nachwachsende Rohstoffe klar heraus?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, hat man eine gute Grundlage mit seinem Berater das Projekt entsprechend leichter anzugehen, da es Ihm dann leichter fällt, unabhängig von wirklichen Größenmaßen und Formaten, die notwendige Kartonage einem bestimmten Bereich aus der Gesamtverpackungsmittelindustrie einzuordnen.

Versand-Verpackungen am Beispiel von Wein

Bei aller theoretischen Voraussetzung zur Entwicklung einer eigenen Kartonage ist die beispielbezogene Umsetzung immer noch die einfachste Variante, um auf alle Eventualitäten und Probleme, die es hinsichtlich der Entwicklung geben kann, aufmerksam zu machen. Als Beispiel soll uns ein junges Unternehmen dienen, das vor geraumer Zeit begonnen hat, sich mit dem Anbieten von exklusiven Weinen via Internet zu beschäftigen.

Zu Beginn hat man sich die Frage gestellt (und dies gilt auch für viele andere Produkte): Mit welchen Mengen oder Gebindegrößen möchte ich meinen Kunden ansprechen? Also ist es günstig, eine Verpackung zu wählen, in der ich drei oder sechs Flaschen gleichzeitig versenden kann, hier wurde durch einen Fachberater eine clevere Lösung entwickelt, die es mittels einzustellender Packpolster möglich macht, sowohl eine als auch bis zu sechs Flaschen in derselben Kartongröße zu versenden.

Des Weiteren hat der Berater darauf hingewiesen, wie man mit wenig, aber gezielter eingesetzter Farbe, den produktionsseitig mit weißer Oberfläche gestalteten Karton, zu einem repräsentativen – und somit schon auf dem Versandweg auffallenden – Verkaufsförderer machen kann. Dies zusammengebracht ergab für das junge Unternehmen schon in der Startauflage die Möglichkeit, mit nur einer Kartongröße eine recht große Vielzahl von Kundenwünschen abzudecken und die Kosten hierbei im überschaubaren Rahmen zu halten.

Anforderungen einer Versandverpackung

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Wenn man mit der eigenen Unternehmung vor ähnlichen Herausforderungen steht, hat es sich als äußerst sinnvoll bewährt, dem Fachberater alle vielschichtigen Möglichkeiten von vorhandenen Kundenwünschen offen darzulegen, damit dieser schnell und problemlos eine maßgeschneiderte Lösung erarbeiten kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, um die künftige Kartonage genauer zu bestimmen, ist die Kenntnis um das Gewicht des zu verpackenden Produktes. Hierüber definiert sich letztendlich die materielle Zusammensetzung des zu benutzenden Kartons – beispielsweise benötigen Metallschrauben eine andere Kartonzusammensetzung als Dekoblüten.

Zusammenfassend lässt sich folgender Rat zur Beschaffung und Entwicklung einer jeder Erstfirmenkartonage geben: Lassen Sie die IAKs gar nicht erst zu und unterschätzen Sie nicht die Wirkung einer gut gemachten und sicheren Verpackungslösung für Ihr Produkt, denn was nützt die tollste Produktidee, wenn Ihr Kunde schon bei der ersten Anlieferung das Gefühl entwickelt, hier wurde nicht bis zum Ende gedacht und der positive erste Eindruck wird durch eine schlecht gemachte Verpackungsvariante zerstört?