Business-Accounts auf Pinterest als Branding-Werkzeug

Pinterest macht sich mit Business-Accounts nun auch für Unternehmen zunehmend interessanter. Neben den privaten Usern erfreut sich Pinterest auch bei Unternehmern zunehmender Beliebtheit. Zugleich ist die Plattform aber auch ein Einfallstor für Urheberrechtsverletzungen, denn das Teilen und Verbreiten fremder Bilder ist mit wenigen Klicks möglich.

Pinterest wird mittlerweile zum drittgrößten sozialen Netzwerk gezählt und wird wegen der anhaltenden Beliebtheit gerne als Traffic-Generator bezeichnet, wenn es um die Nutzung durch Unternehmen geht. Damit ist das Online-Netzwerk mittlerweile bei vielen Unternehmen ein fester Baustein einer umfassenden Marketingstrategie. Mit dem Befolgen der entsprechenden Tipps kann Pinterest daher auch für Startups ein lohnenswertes Engagement sein. Um hier noch stärker Unternehmen anzusprechen, hat Pinterest nun ein gesondertes Profil für Unternehmen eingeführt. Auch bestehende Konten von Unternehmen können nun in ein solches Business-Account nachträglich geändert werden.

Nutzung fremder Bilder: Urheberrechtlich problematisch

Die aktuellen Abmahnungen gegen Blogbetreiber haben es wieder deutlich gemacht: Wer im Internet ein fremdes Bild verwendet, läuft Gefahr, entsprechend abgemahnt zu werden. Das ist bei Pinterest nicht anders. Denn auch Bilder, die nicht professionell wirken, wie beispielsweide Fotos von Torten oder Kostümen können zu teuren Abmahnungen führen.

Bei Pinterest liegt das Problem vor allem darin, dass nicht nur eigene Inhalte hochgeladen werden, sondern eben auch (re-)pinnt werden können. Dies betrifft sowohl Bilder aus dem Internet, die im eigenen Profil geteilt werden, als auch Fotos, die von anderen Nutzern auf Pinterst verbreitet werden. Jedes Mal, wenn ein fremder Inhalt durch das Unternehmen auf der eigenen Seite dargestellt wird, besteht daher die Möglichkeit, eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Denn in den seltensten Fällen ist klar, wer das Bild für welchen Zweck gemacht hat und ob ein entsprechendes Recht zur Nutzung auch tatsächlich vorhanden ist.

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Nicht zuletzt, weil Privatpersonen auf Pinterest oft schwer zu identifizieren sind, dürfte für diese Nutzergruppe die Abmahngefahr gering ausfallen. Unternehmenskonten werden jedoch nicht nur eine größere Aufmerksamkeit als ein Standardprofil erzielen, die Möglichkeit der Anonymität, wie sie Privatpersonen haben, gibt es hier nicht. Das bedeutet, dass Unternehmen mit dem Umgang fremder Inhalte sehr vorsichtig umgehen sollten.

Das bringt die Unternehmen, die auf Pinterest mit ihren Followern und Kunden interagieren müssen in eine Zwickmühle: Entweder man riskiert eine Urheberrechtsverletzung, indem auch fremde Inhalte gepinnt werden, oder man sichert sich durch Nachfragen entsprechend ab. Gerade ein rechtskonformes Verhalten auf Pinterest kann einseitig wirken, wenn nur eigene Inhalte dort verbreitet werden.

Eigene Fotos: Lizenzreichweite beachten

Aber nicht nur bei fremden Inhalten kann es rechtliche Probleme geben. Auch Bilder, die das Unternehmen schon nutzt, können nicht ohne weiteres auf Pinterest verbreitet werden. Der Grund dafür sind die Nutzungsbedingungen der Plattform: Pinterest lässt sich ein Nutzungsrecht an den gepinnten Inhalten einräumen, was dazu führt, dass das jeweilige Unternehmen dazu auch berechtigt sein muss. Gerade bei Fotos aus Stockarchiven oder von Dritten erstellten Fotos kann es sein, dass dem Unternehmen nicht gestattet ist, andere Personen oder Unternehmen ein entsprechendes Nutzungsrecht einzuräumen.

Wenn also beispielsweise ein Unternehmen ein tolles Produktfoto auf der eigenen Website nutzen darf, dann heißt dies nicht automatisch, dass das Foto auch auf Pinterest gepinnt werden kann. Es muss also klar sein, welches Bild für welche Zwecke genutzt werden darf und ob man auch Dritten ein Nutzungsrecht an diesem Bild einräumen kann. Ignoriert das Unternehmen hier die jeweiligen Nutzungsvorgaben, dann droht auch an dieser Stelle eine Urheberrechtsverletzung.

Bild: Pinterest Screenshot
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