Das Lesara-Führungsteam: Matthias Wilrich, Roman Kirsch und Robin Müller (v.l.n.r.)

Roman Kirschs Idee eines Online-Discounters ist simpel: Lesara kauft Waren wie Mode, Schmuck, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände oder Heimdekor preisgünstig ein und bietet sie über die eigene Webseite zu niedrigen Preisen an. Den einstigen Luxus-Ansatz hat das Startup zwischenzeitlich aufgegeben.

Die Produkte erwirbt das Berliner Startup direkt von den Herstellern aus Ländern wie China oder der Türkei, das spart Geld. Gegenüber Offline-Pendants hat das Startup einen weiteren Vorteil: Es müssen keine Läden unterhalten werden, und die Logistik ist deutlich überschaubarer.

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In Deutschland ist das Konzept Lesaras zwar neu, aber auch das US-Vorbild ist mittlerweile hierzulande aktiv: Das Startup wish.com soll mit einem ganz ähnlichen Ansatz zuletzt 500 Millionen Dollar eingesammelt haben – und mehr als drei Milliarden Dollar wert sein.

Für den Ausbau des eigenen Geschäfts diesseits des Atlantik bekommt Lesara nun frisches Kapital. 15 Millionen Euro fließen in einer von Northzone angeführten Serie-B-Finanzierungsrunde. Als Co-Investor ist Vorwerk Ventures mit dabei, auch die Alt-Investoren, darunter Mangrove Capital und Paua Ventures, legen nach.

Der Lead-Investor Northzone ist durch Investments in internationale Vorzeige-Startups wie Spotify, Stepstone und Trustpilot bekannt. Mit Lesara investiert die Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Oslo in das zweite deutsche Unternehmen: Zuvor hatte sich Northzone beim Curated Shopping-Service Outfittery engagiert.

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Mit dem frischen Kapital will Lesara das naheliegende machen: noch stärker international wachsen und das Geschäft in den bestehenden Märkten ausbauen. Auch eine Ausweitung des bereits über 50.000 Produkte umfassenden Sortiments werde angestrebt.

Gegründet wurde das Unternehmen im November 2013 vom Casacanda-Gründer und späteren Fab-Europa-Chef Roman Kirsch. Heute ist Lesara nach eigenen Angaben mit 120 Mitarbeitern in sechs europäischen Ländern aktiv und verweist auf mehr als 500.000 Kunden.

Bild: Lesara