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Die Navabi-Firmengründer und -Geschäftsführer Bahman Nedaei (links) und Zahir Dehnadi

Geld für große Größen

Gerade erst musste der Übergrößen-Shop Atelier Blanche sein vorläufiges Aus verkünden. Das Startup begründete diesen Schritt damit, dass „Investoren für kostenaufwändige E-Commerce-Modelle zu finden, derzeit schwierig sei“. Mehr Glück hat der Aachener Versandhändler Navabi: In einer neuen Finanzierungsrunde konnte der Shop für Übergrößen-Designerkleidung für Frauen 25 Millionen Euro frisches Kapital einsammeln.

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Angeführt wird die Runde von Bauer Venture Partners, außerdem gaben die Alt-Investoren Index VenturesSeventure PartnersDuMont Venture und Klaus Wecken Geld ins Unternehmen.

Die Investitionssumme von 25 Millionen Euro beinhaltet ein dreijähriges Werbe-Budget bei der Bauer Media Group. Davon erhofft sich Navabi relevante Zielgruppen zu erreichen, unter anderem durch die Frauenzeitschriften des Verlages: Laura, Maxi und Grazia. Die Reichweite aller Bauer-Media-Titel liege bei 50 Prozent der Gesamtbevölkerung und knapp 60 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen.

Für die Zukunft zeigen sich die Firmengründer Zahir Dehnadi und Bahman Nedaei optimistisch, da immer mehr Frauen große Größen einkauften. So hätten sich weltweit die Google-Suchen nach dem Begriff „Plus Size“ im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 beinahe verdoppelt. Auf dem Markt konkurriert Navabi mit Shops wie Sheego, einer Tochter der Otto Group, und der Übergrößen-Kette Ulla Popken GmbH.

Der Versandhandel, den Dehnadi und Nedaei 2009 launchten, konnte bereits in den letzten Jahren hohe Summen einstreichen. 2013 gaben Investoren zehn Millionen Euro, zwei Jahre zuvor 2,8 Millionen Euro. Mittlerweile erwirtschaftet Navabi nach eigenen Angaben einen Drittel seines Umsatzes im Ausland und unterhält ein Büro in London. Über 150 Angestellte arbeiten bei dem Einzelhändler, der etwa 100 verschiedenen Marken von Größe 42 bis 58 im Sortiment hat.


Übersicht: Die wichtigsten Finanzierungsrunden der vergangenen Monate
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Erst im Januar konnte Westwing 25 Millionen Euro einsammeln. Im April gingen noch mal 30 Millionen an den Möbelshop. Das Geld kommt unter anderem vom Berlusconi-Clan. Im Bild: Die Westwing-Gründer Stefan Smalla und Delia Fischer; Quelle: Westwing

Bild: Navabi