Andrea Pfundmeier gehört zu den Gründerinnen auf der 30-unter-30-Liste

HuffPo: Delia Fischer, Andrea Pfundmeier und Nora-Vanessa Wohlert „im Auge behalten“

30 unter 30 – nach diesem Motto sucht das Wirtschaftsmagazin Forbes (und einige andere auch) einmal im Jahr nach den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten. Auch die deutsche Ausgabe der Huffington Post hat sich zum Jahreswechsel die Mühe gemacht, eine Liste „mit den 30 spannendsten Köpfe unter 30 Jahren in Deutschland, von denen wir nächstes Jahr mehr hören werden“, zusammenzustellen.

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Die Nachwuchshoffnungen kommen aus den Bereichen Politik, Kultur, Sport, Wissenschaft – und Wirtschaft.

Dort fällt dreierlei auf: Erstens – sechs von sieben Wirtschaftsköpfen sind Unternehmensgründer. Zweitens – alle sieben sind Frauen. Drittens – fünf davon kommen aus der Digitalwirtschaft:

  • Westwing-Gründerin Delia FischerFischer habe eine „faszinierende Erfolgsgeschichte“ hingelegt, lobt die HuffPo. Zumal deutsche Gründer häufig männlich seien, einen BWL-Hintergrund hätten und vor dem Gründerdasein als Berater oder Investmentbanker gearbeitet hätten – und all das auf die ehemalige Mode-Redakteurin Fischer nicht zutreffe.
  • Andrea Pfundmeier, Gründerin des Augsburger Startups Secomba, das für seine Verschlüsselungssoftware Boxcryptor 2014 den deutschen Gründerpreis gewann. Boxcryptor habe wegen der NSA-Affäre „starken Zuwachs“ erfahren, so die HuffPo, und da die Themen Datensicherheit und -spionage im neuen Jahr zusätzlich an Bedeutung gewinnen würden, werde Pfundmeiers Startup „eine noch größere Bühne haben“.
  • Edition-F-Chefin Nora-Vanessa Wohlert. Wohlerts 2014 gemeinsam mit Susann Hoffmann gestartete Business-Lifestyle-Plattform, die derzeit über Companisto Geld von der Crowd einsammelt, sei „bereits eines der viel beachteten Medienprojekte Deutschlands“.
  • Thekla Wilkening und Pola Fendel, Gründerinnen des Hamburger Kleiderverleihs Kleiderei, bekannt durch einen Auftritt in der „Höhle der Löwen“. Dort rieten die Juroren den Kleiderei-Macherinnen davon ab, mit ihrem Offline-Laden ins Netz zu expandieren – Wilkening und Fendel machten es trotzdem, seit einigen Wochen gibt es die Kleiderei auch online. Die HuffPo findet, die beiden hätten „Teilen wieder sexy gemacht“ – und glaubt zu wissen: „Das Geschäft boomt.“

Ebenfalls auf der Liste ist ein weiteres Offline-Startup: Original Unverpackt, der Berliner Konzept-Supermarkt von Gründerin Milena Glimbovski. Der Laden habe „gleich zu Beginn für viel Aufsehen“ gesorgt. „Die Idee kam an“, bilanziert die HuffPo.

Einzige Nicht-Gründerin ist Lencke Steiner (bekannt geworden als Lencke Wischhusen), geschäftsführende Gesellschafterin im Verpackungsbetrieb ihres Vaters, laut HuffPo „Stimme der jungen Generation“ in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Jungunternehmerverbands und „taffe Investorin“ in der TV-Show „Höhle der Löwen“. Steiner, die mittlerweile ihre eigene Investmentfirma hat, tritt im neuen Jahr als Spitzenkandidatin der FDP bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen an – und besitze dort „das Potenzial für einen Überraschungserfolg“.


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Anna Alex und Julia Bösch gründeten gemeinsam Outfittery. Das Berliner Startup verschickt individuelle Outfits an Männer. Im Februar 2014 sammelte Outfittery stolze 13 Millionen von mehreren Investoren ein, im Februar 2015 legten verschiedene Investoren noch mal 20 Millionen US-Dollar drauf.

Bild: Alex Hofmann / Gründerszene