Sitzen 200 Techies in einem Raum und kriegen den Beamer nicht zum Laufen… So könnte ein mittelguter Witz über IT-Fachkräfte beginnen. Passiert ist das aber wirklich, beim letzten Berliner Tech Meetup in der Mobile Suite in Prenzlauer Berg vor wenigen Tagen.

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Da werden echte Deep-Tech-Ideen präsentiert, Cross-Device-Advertising, Big-Data-Anwendungen auf Hadoop-Basis und ein Blockchain-Startup, das die AWS-Server schon zwei Mal zum Absturz gebracht hat – aber der Beamer ist zu kompliziert. Na gut, nach einigen Minuten lief’s dann doch. Und es wurde richtig interessant: Sechs Startups präsentierten ihr Produkt und die jeweilige Technologie dahinter (übers Geld verdienen wurde wie immer beim Tech Meetup nicht gesprochen).

Hier gibt’s die Pitches noch einmal zum Anschauen (und Staunen).

Den Anfang machte Tapdeck, eine Wallpaper-App (oder „Social Content Discovery Application“), mit der man mit einem einfachen Doppelklick seinen Android-Hintergrund ändern kann. Präsentiert wurde Tapdeck von Mitgründer Andreas Zeiser.

Darauf folgte Roq.ad, das im Januar enthüllte Startup von Madvertise-Gründer Carsten Frien. Die Lösung erlaubt es, Werbung über Geräte hinweg an die richtige Zielperson auszuspielen. Friens Jungunternehmen hat schon heute 16 Mitarbeiter und 50 Kunden.

Weiter ging’s mit Ubeeko, dem wahrscheinlich am schwierigsten zu verstehenden Produkt des Abends. Ubeeko richtet sich an Industriekunden, die mit der Lösung aus ihren riesigen Datenbeständen Anwendungen entwickeln können. Es präsentiert Entwickler Eric Le Blouc’h-Vachon.

Ascribe will Urheberrechte besser schützen: Mit der Bitcoin-Technologie Blockchain sollen digitale Werke eindeutig gekennzeichnet werden – damit man zum Beispiel eine limitierte Edition eines digitalen Kunstwerks verkaufen kann. Die Idee und Technik stellt Gründer und CEO Bruce Pon vor.

Das einzige Hardware-Startup an diesem Abend ist I Lock It, ein intelligentes Fahrradschloss. Es öffnet sich automatisch, wenn der Besitzer mit seinem Handy in die Nähe kommt und schließt sich dementsprechend wieder beim Verlassen. Verspricht Mitgründerin Maria Leye jedenfalls.

Bleibt Orat.io: eine Plattform, um digitale Inhalte an mobile Nutzer auszuspielen – über Messenger und Notifications. Schon jetzt können Marken oder Medien damit über Yo, Facebook, Telegram oder Chrome zum Nutzer pushen, erklärt Mitgründer David Pichsenmeister.

Bild: Gründerszene