Hahn_Fissenewert_Friedlein

Peter Fissenewert (Mitte) und Robin Friedlein (rechts) haben Abfindungsheld gegründet. Christopher Hahn (links) kam im August als Mitgründer dazu.

In den letzten Monaten sind unzählige Legaltech-Startups entstanden, die sich für ihre Kunden etwa um Geld für verspätete Flüge kümmern oder im Falle von Abfindungsheld um Abfindungen nach einer Kündigung.

Gestartet war das Berliner Startup im Juni, jetzt konnte der Betreiber, die Legal Hero GmbH, elf Millionen Euro einsammeln. Das Geld kommt von einem Private Equity Fonds aus der Schweiz. Weitere Details zum neuen Gesellschafter wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht nennen.

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Als sogenannte Finanzierungsfazilität steht dem Startup das Geld ausschließlich für die Bezahlung eines neuen Features zur Verfügung: einer neu entwickelten Sofortabfindung für die Nutzer von Abfindungsheld.

Bisher bekamen Kunden die Abfindung nach erfolgreichem Abschluss des Rechtsstreits ausgezahlt, abzüglich einer Provision von 25 Prozent. Jetzt bietet das Startup einen zusätzlichen Dienst an, bei dem Kunden das Geld innerhalb von 24  Stunden auf ihr Konto erhalten sollen. Das hat allerdings seinen Preis, als Provision streicht Abfindungsheld dann 35 Prozent ein. Der Kunde bekommt also sofort 65 Prozent der zu erwartenden Abfindungssumme ausgezahlt, darf den Betrag aber auch behalten, sollte der Prozess für das Startup nicht erfolgreich verlaufen.

In beiden Fällen versuchen die Berliner, die Abfindung mithilfe von Partneranwälten zu erstreiten. Auf die Idee dazu kamen die beiden Gründer Peter Fissenewert und Robin Friedlein. Zweiterer arbeitete zuvor für das Legaltech FragRobin, das unter anderem Anwälte an Kunden vermittelt.

Bild: Abfindungsheld