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Mehr Umsatz, mehr Reichweite, mehr Marken: Das erhoffen sich der Berliner Datingportal-Betreiber Affinitas und das US-amerikanische Spark Networks von ihrer Fusion. Beide Unternehmen verkündeten am Mittwoch, sich per Aktientausch zusammenschließen zu wollen.

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Während das 2008 von Lukas Brosseder und David Khalil gegründete Unternehmen Affinitas die Portale wie eDarling oder EliteSingles betreibt, unterhält Spark in den USA spezialisierte Datingseiten wie ChristianMingle.com oder JDate.com. Kommendes Geschäftsjahr will das neue Unternehmen etwa 120 Millionen US-Dollar umsetzen und einen Gewinn von etwa 20 Millionen Dollar schreiben. Gemeinsam habe man heute eine halbe Million Abonnenten, geben die Unternehmen in einer Mitteilung an.

Nach der Fusion werde den Affinitas-Gesellschaftern 75 Prozent an dem neuen Unternehmen gehören, den Anteilseignern von Spark Networks 25 Prozent.

Der Hauptsitz bleibt in Berlin

Das 2007 gegründete Spark Networks ist börsennotiert. Die fusionierte Firma namens Spark Networks SE soll an der New Yorker Börse für kleinere Unternehmen (NYSE MKT) gelistet werden, aber als europäisches Unternehmen organisiert sein. Der Hauptsitz wird in Berlin sein, während es in den USA Niederlassungen in New York und Utah geben wird.

Der aktuelle Affinitas-CEO Jeronimo Folgueira wird auch CEO des neuen Unternehmens, der Affinitas-Geschäftsführer Michael Schrezenmaier wird COO. Robert O’Hare, bisher Chief Financial Officer von Spark, bleibt Finanzchef. Die Gründer Lukas Brosseder und David Khalil verließen bereits Anfang 2016 das Unternehmen. 

Die Transaktion wurde bereits vom Spark-Aufsichtsrat genehmigt und soll im vierten Quartal 2017 vollzogen werden, sobald die Aktionäre von Spark zustimmen. Von Aktionären, die etwa 35 Prozent der ausgegebenen Spark-Aktien halten, liegt bereits eine Bereitschaftserklärung vor, mit der sie der Transaktion zustimmen wollen.

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Bild: Robert Deutschman