Eingebautes Marketing

Airbnb hat einen großen Trumpf im Ärmel: Die Fantasie und – ja, oft auch – die Verrücktheit der Wohungsvermieter. Einmal in einem Bierfass übernachten? Oder bei Captain Jack Sparrow? Vielleicht in Angela Merkels Ex-Wohnung? Eine WM-Nacht bei Ronaldinho? Über Airbnb geht das. Die Übernachtungsmöglichkeiten-Plattform hat davon vor allem eines: gutes, meist kostenloses und gerne auch mal virales Marketing.

Jüngstes PR-Stunt des Sharing-Economy-Giganten: Während sich Berlin mit Händen und Füßen gegen das Airbnb wehrt, lässt sich in Australien, genauer in Sydney, über die Plattform eine Nacht bei Ikea buchen, wie Mashable berichtet.

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Bei dem Angebot handelt es sich jedoch um eine einmalige Werbeaktion. Familien können sich mit einem Mini-Motivationsschreiben mit maximal 25 Wörtern bewerben. Airbnb wählt drei Familien aus, die sich dann für 12 Dollar pro Person jeweils ein Ausstellungs-Schlafzimmer für die Nacht aussuchen dürfen. Und die Teilnehmer bekommen die Bettwäsche geschenkt.

Aber: „Wer mitmachen will erklärt sich damit einverstanden, Teil eines Events zu sein, über das die Medien berichten“, heißt es bei Airbnb. Die teilnehmenden Familien würden am nächsten Tag geweckt werden, vom wem oder was, verrät das Unternehmen nicht. Immerhin aber so viel: „Nichts beängstigendes – das versprechen wir!“

Sollten es dann Kamera-Scheinwerfer sein, darf man sich wohl nicht beschweren. Dass Airbnb nun auch die Übernachtungsgäste in PR-Aktionen für Unternehmen einbindet, ist dabei neu. So oder so: Die mediale Aufmerksamkeit ist gesichert, der außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeit sei Dank.

Bisher hatte das US-Startup vor allem mit besonders außergewöhnlichen Privatunterkünften in der ganzen Welt geworben. Eine Übersicht mit einigen der verrücktesten Airbnb-Übernachtunsgmöglichkeiten:

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Artikelbild: © panthermedia.net/Anna-Katharina Steinhardt; Galeriebilder: Airbnb