Büro AMORELIE_Einzelplatz mit Toys

Liebesspielzeug in (fast) allen Farben des Regenbogens gibt es nicht nur im Amorelie-Onlineshop, sondern auch im Büro

Wie sieht es eigentlich im Büro des Sextoy-Startups Amorelie aus? Hängen hier in Rotlicht-Räumen rostige Ketten und Peitschen an der Wand? Gibt es einen Darkroom? Fehlanzeige! Hier hängen zwar BHs an Lampen und liegen ganz offen bunte Vibratoren auf den Tischen herum, aber ansonsten sieht es hier nicht anders aus, als in jedem anderen Startup-Office. Es ist hell, es ist offen, es gibt eine Küche. Das Thema Lust und Sex ist durchaus präsent, aber auf eine Art und Weise, die das Schamgefühl etwas länger unterdrückt als gedacht.

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Amorelie verkauft Vibratoren, Dessous und Bondage-Zubehör. Erstere nennt das Startup liebevoll Lovetoys. Das klingt weniger schmuddelig. Und so wirkt auch der Online-Shop: ein bisschen frech, modisch, weiblich. Mit der Plakat-Werbung von Amorelie vor wenigen Wochen hatten besorgte Bürger oder mediale Moralapostel aber dann doch Probleme. Die Plakate zeigten einen übergroßen, pinkfarbenen Paarvibrator, den einige Betrachter zunächst für Salatbesteck hielten. Die Empörung war groß – der Werbeeffekt für Amorelie auch.

Diese mutige Taktik gefällt auch ProSiebenSat.1: Im März dieses Jahres verleibte sich der Medienkonzern das Berliner Unternehmen von Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok ein. Die erste große Finanzierung des 2012 gegründeten Unternehmens kam ein Jahr zuvor ebenfalls von ProSiebenSat.1. In der Seed-Phase investierten Paua Ventures, Otto Capital und mehrere Business Angel.

Mittlerweile arbeiten 80 Mitarbeiter für das Amorelie. Sie sitzen seit April 2014 am Paul-Lincke-Ufer und sind damit Nachbarn von Startups wie Marley Spoon oder Mymuesli.

Unsere Bilder zeigen, wie es bei Amorelie wirklich aussieht: 

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Ob der BH dort immer hängt oder nur für das Foto drapiert wurde? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Die Gymnastikbälle im Hintergrund dienen als Sitzgelegenheit.

Bilder: Amorelie