Die Amorelie-Gründer Sebastian Pollok und Lea-Sophie Cramer

Die Amorelie-Gründer Sebastian Pollok und Lea-Sophie Cramer

Amorelie will mit Medienreichweite schneller wachsen

Sex sells, daran wird sich sobald auch nichts ändern. Da ist es auch wenig verwunderlich, dass der im Januar 2013 in Berlin gestartete Online Lifestyle-Shop Amorelie (www.amorelie.de), der „Produkte für mehr Spaß am Liebesleben“ anbietet, sich wachsender Beliebtheit erfreut – zumindest bei Investoren: Der ProSiebenSat.1-Inkubator Epic Companies und weitere Investoren stecken in einer „substanziellen Finanzierungsrunde“ einen Millionenbetrag in das Jungunternehmen, sowohl in Form von Cash als auch in Form von Medialeistungen.

Die Amorelie-Gründer Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok dürften insbesondere an der Reichweite der Sendergruppe interessiert sein. „Wir sehen in der künftigen Zusammenarbeit mit Epic Companies eine enorme Chance, unsere Ziele noch schneller zu erreichen“, lässt sich Cramer zitieren. Tatsächlich fällt es nicht schwer, sich mögliche Synergieeffekte vorzustellen, gerade im Hinblick auf die Marketing-Kanäle der TV-Gruppe, die ihre Zielgruppe auch immer stärker im Internet anspricht.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer ist Speaker auf der Heureka. Die Startup-Konferenz findet am 6. Mai in Berlin statt und wird veranstaltet von Gründerszene. Infos gibt es hier.

Weitere Kapitalgeber stützen Finanzierungsrunde

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Neben dem Berliner Inkubator haben sich innerhalb der Finanzierungsrunde eigenen Angaben zufolge „einige Venture Capital Fonds, Family Offices und Business Angels“ beteiligt, wie unter anderem TA Venture, die German Start-ups Group sowie einige bereits zum bestehenden Investorenkreis gehörende Fonds wie Paua Ventures und Otto Capital.

Das erst 2013 gestartete Epic Companies hatte mit Discavo zuletzt ein Hotelsuchportal als Wettbewerber zu Anbietern wie Trivago, HRS oder Justbook gelauncht. Mit dem Schmuckversender Valmano, dem Tierfutter-Startup Petobel, dem Online-Fitnessstudio Gymondo oder dem Last-Minute-Ticket-Verkäufer Todaytickets findet sich bereits eine Reihe weiterer Startups im Portfolio, deren Geschäftsmodell nicht zuletzt von der Medienkompetenz der Sendergruppe getragen wird.

Übrigens: Das waren die größten Finanzierungsrunden des vergangenen Jahres:

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Rocket Internet besetzt in diesem Jahr erneut die Spitze der Rekordfinanzierungen. Bereits innerhalb der ersten Jahreshälfte nahm der Inkubator (im Bild das Hauptquartier in Berlin) eine Milliarde US-Dollar von Kinnevik und weiteren Geldgebern für sich sowie seine Portfoliogesellschaften auf. Besonders üppig - neunstellig - wurden Rockets Zalando sowie Lamoda, Zalora und Lazada ausgestattet. Easy Taxi und Paymill freuten sich immerhin noch über 25 beziehungsweise 14 Millionen US-Dollar.

Bild: Amorelie