tim cook donald trump

Apple gibt seit dem Amstantritt von US-Präsident Donald Trump deutlich mehr Geld für Lobbying in der Hauptstadt Washington aus als zuvor. Das geht aus amtlichen Offenlegungen des Kongresses hervor. Demnach flossen in der ersten Jahreshälfte 2017 ingesamt 3,6 Millionen US-Dollar an Lobbymitteln – 1,4 Millionen im ersten Quartal und 2,2 Millionen im zweiten. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal des Vorjahres gab Apple unter Trumps Vorgänger Barack Obama nur 1,12 Millionen Dollar aus.

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MacRumors schreibt, der Sprung um 800.000 Dollar zwischen Quartal eins und zwei in diesem Jahr sei der größte in der Geschichte des Unternehmens. Bislang habe Apple seine Lobbyausgaben zum Quartalswechsel nie um mehr als 330.000 Dollar erhöht.

Apple-CEO Tim Cook gilt nicht gerade als Freund von Präsident Trump. „Es gibt ganz klar Bereiche, in denen wir nicht annähernd auf einer Wellenlänge sind“, sagte Cook etwa zuletzt in einem Interview mit Bloomberg und spielte damit auf die Themen Einwanderung und Klimaschutz an. Die höheren Lobbyausgaben dürften also ein Versuch sein, auch unter einer unfreundlich gesinnten Regierung die Interessen von Apple in Washington durchzusetzen.

Bild: Getty Images / Nicholas Kamm