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Arbeiten auf den Malediven? Für viele ein Traum.

Morgens aufstehen, zum Büro fahren, acht Stunden arbeiten und wieder nach Hause pendeln – der klassische Arbeitstag könnte bald immer weiter verschwinden. Diesen Ausblick gibt jedenfalls eine neue repräsentative Studie, die rund 1.500 Unternehmen und Mitarbeiter aus der Digital-Branche dazu befragte, wie sie sich den Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen. 

Das eindeutige Ergebnis: Für Arbeitgeber und Mitarbeiter stehen neue Arbeitszeitmodelle und Mobilität im Fokus einer zukünftigen Arbeitswelt. Fast 70 Prozent der befragten Arbeitnehmer wünschen sich demnach flexiblere Arbeitszeiten und die Möglichkeit, außerhalb des Büros auf Daten zugreifen zu können. Technologie spielt dabei eine große Rolle: Sie soll sicherstellen, dass sich Mitarbeiter trotz einer Distanz austauschen können. So sind beispielsweise Telefonkonferenzen laut Studie gang und gäbe, Online-Tools für Projektmanagement hingegen noch wünschenswert.

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Von den befragten Arbeitgebern glauben 40 Prozent, dass sie bereits an einer modernen Jobumgebung arbeiten und hier „weit fortgeschritten“ sind. Fast genauso viele Manager haben jedoch gerade erst begonnen, sich über Wünsche wie flexiblere Arbeitszeiten Gedanken zu machen. Anders wird das von Mitarbeitern wahrgenommen: Hier finden etwa 40 Prozent, dass ihr Arbeitgeber von einem modernen Arbeitsplatz noch weit entfernt ist. Weitere 35 Prozent sehen bislang nur wenige Vorstöße. 

Eine sich wandelnde Arbeitswelt bringt laut Studie auch Ängste mit sich. Demnach ist die größte Sorge der befragten Arbeitgeber und Mitarbeiter, dass Veränderungen wie flexible Arbeitszeiten zu einer größeren Abhängigkeit von IT und Internetverbindung führen könnten. Und: Knapp 60 Prozent der Arbeitnehmer fürchten sich davor, dann ständig verfügbar sein zu müssen.

Die repräsentative Studie, die erst im September veröffentlicht wird und Gründerszene bereits in Auszügen vorliegt, wurde vom Umfrageinstitut IDG Research Services und dem Düsseldorfer Telefonie-Unternehmen Sipgate durchgeführt. Es wurden Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

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Bild: Gettyimages / EyesWideOpen