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Plattform-Betreiber: die beiden ArtNight-Gründer Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Wie ArtNight aus Restaurants Ateliers macht

Donnerstagabend, 19 Uhr, das Restaurant Lindenhof im Bonner Stadtteil Kessenich ist gut besucht. Statt Essensduft liegt heute ein leichter Farbgeruch in der Luft. Wo sonst Suppen, Salate und Schnitzel serviert werden, stehen heute Paletten und Pinsel auf den Tischen der malenden Gäste, die die Künstlerin Tanja Meyer mit Tipps und Hilfestellungen durch den Abend begleitet. Veranstalter ist das Berliner Startup ArtNight, das in Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern solche Events organisiert und vermarktet. Für zwei Stunden verwandeln Malutensilien Bars und Restaurants in Großraumateliers.

Motivation: Unternehmertum

Ganz neu ist die Idee nicht, mit der sich die Gründerin Aimie-Sarah Henze und David Neisinger im Sommer 2016 selbständig machten. Social-Painting-Events liegen in den USA seit Jahren voll im Trend, Veranstalter wie das ArtNight-Vorbild Paint Nite sind überaus erfolgreich. So erwirtschaftete das 2012 in Boston gegründete Unternehmen schon im dritten Geschäftsjahr rund 55 Millionen US-Dollar.

Nun wollen Henze und Neisinger das Konzept auch in Deutschland etablieren. Ihre Motivation für die Gründung von ArtNight: Eigene Ideen verwirklichen, unternehmerisch tätig sein, Verantwortung übernehmen. Ein Wunsch, der laut der aktuellen PWC-Studie „Start-up-Unternehmen in Deutschland 2017“ den Großteil der Gründer antreibt.

Das Geschäftsmodell von ArtNight funktioniert in etwa wie ein Franchise-System. „Wir bieten die Online-Plattform für die Vermarktung und Buchung der Events“, sagt Aimie-Sarah Henze. „Unsere Künstler vor Ort organisieren den Abend und führen ihn durch.“ Ein Modell, das funktioniert: ArtNight war von Anfang an profitabel, beschäftigt inzwischen fünf festangestellte sowie weitere freie Mitarbeiter. Zukünftig wollen die Gründer auf ihrer Plattform über die Malerei-Veranstaltungen hinaus noch weitere Gruppen-Events anbieten.

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Gute Laune, nette Menschen und echte Kunst: Das ist die Event-Idee hinter ArtNight

Expandieren mit flexiblen Ressourcen aus der Cloud

Doch zunächst wollen die Berliner weiter wachsen, vorerst in Deutschland, und ab dem kommenden Jahr auch im europäischen Ausland. „Unsere Plattform ist unser wichtigstes Gut“, sagt Henze. Und die muss skalierbar sein, denn darüber vermittelt das Unternehmen seine wachsende Zahl an Veranstaltungen, wickelt sämtliche Ticketverkäufe ab. „Wenn wir Marketingmaßnahmen anstoßen, die sich stark viral verbreiten, erleben wir oft einen enormen Ansturm auf die Seite. Wenn plötzlich 5.000 Interessenten eine Veranstaltung für 25 Teilnehmer buchen möchten, müssen wir dem standhalten, ohne dass die Seite zusammenbricht.“  

Flexible Kapazitäten, die automatisch mitwachsen, sind gefragt. Deshalb hat sich ArtNight kürzlich für TechBoost beworben, das Startup-Programm der Telekom. Mit Erfolg: Die Gründer erhalten im Gegenwert von 100.000 Euro IT-Ressourcen wie Rechen- und Speicherkapazitäten aus der Open Telekom Cloud. Aktuell migrieren die Berliner das Herzstück ihres Unternehmens – ihre Online-Plattform – in die deutschen Rechenzentren der Telekom.  

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Deutscher Datenschutz als zentrale Herausforderung

Eines der wichtigsten Kriterien für das Startup, die Open Telekom Cloud zu nutzen: der Datenschutz. Denn als deutsches Unternehmen muss ArtNight neben deutschen Datenschutzgesetzen auch den Qualitätsansprüchen deutscher Kunden gerecht werden. Deren Vertrauen ist für die Gründer existentiell, da auch der Zahlungsverkehr über die ArtNight-Plattform erfolgt. „Da erhielten wir früher oft Nachfragen. Doch mit der Open Telekom Cloud können wir Kundenbedenken heute immer rasch ausräumen“, sagt Henze.

Und TechBoost ist für junge Unternehmen nicht nur wegen der Cloud-Ressourcen interessant. Startups, die sich für das Programm qualifizieren, bekommen Sonderkonditionen bei den Geschäftskundentarifen der Telekom für Festnetz und Mobilfunk. Und wenn das Geschäftsmodell passt, unterstützt der Konzern junge Gründer dabei, sich im deutschen Mittelstand zu etablieren. „Wir organisieren bereits heute wöchentlich mehrere Team-Events für große und mittlere Unternehmen“, sagt Henze. „Wir hoffen, diesen Bereich gemeinsam mit der Telekom weiter ausbauen zu können.“

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Bilder: ArtNight