Authentic Vision

Die beiden Authentic-Vision-Gründer: Thomas Weiß (links) und Jürgen Mathwich

QR-Code mit Hologramm soll Fälschungen verhindern

Das österreichische Produktschutz-Startup Authentic Vision hat nach eigenen Angaben einen hohen sechsstelligen Betrag eingesammelt. In der Serie-A-Finanzierungsrunde des Unternehmens investierten der US-amerikanische VC Dolby Family Ventures und mehrere Business Angels in das Startup. Zusammen mit dem in der Seed-Runde eingesammelten Kapital habe das Unternehmen nun rund eine Million Euro zur Verfügung.

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Das Unternehmen bietet mobile Produktschutz-Lösungen an, die es Verbrauchern und Herstellern erstmalig ermöglichen sollen, sich selbst von der Echtheit eines Produkts zu überzeugen und sich so vor Produktpiraterie zu schützen. Mit einer App scannen die Nutzer dazu einen speziellen QR-Code am Produkt. Das Besondere: Im Zentrum jedes Codes befindet sich ein zufällig zugewiesenes und einzigartiges kleines Hologramm, das Kopien verhindern soll. Authentic Vision adressiert vor allem Pharma- und Genussmittelhersteller sowie Unternehmen in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Mode und Technik.

Mit dem frischen Kapital will Authentic Vision ein internationales Team aufstellen und sein Produkt-Portfolio erweitern. „So können wir unser derzeitiges Team von zehn Mitarbeitern weiter aufstocken und unsere internationale Expansion vorantreiben“, erklärt Authentic-Vision-Mitgründer und CEO Thomas Weiß. Seit der Gründung 2012 sei es dem Salzburger Startup gelungen, mehrere Patente anzumelden. Im Februar dieses Jahres sind die Gründer Thomas Weiß und Jürgen Mathwich mit der Lösung in den Markt eingestiegen.

Nach eigenen Angaben ist Authentic Vision der einzige Anbieter, der Verbraucher über ein Hologramm-System vor Plagiaten schützt. Ein namhafter Wettbewerber ist das US-Unternehmen Sproxil, das vor allem in der Pharma-Branche aktiv ist und unter anderem in Entwicklungs- und Schwellenländern agiert. Im Gegensatz zu Authentic Vision versieht Sproxil Produkte mit Labels, auf denen sich Sicherheitscodes befinden. Via SMS oder App kann der Verbraucher überprüfen, ob der Artikel echt ist.


Übersicht: Die wichtigsten Finanzierungsrunden der vergangenen Monate
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Ende August gab die Reisesuchmaschine GoEuro den Abschluss einer beachtlichen Finanzierung bekannt: In der dritten Kapitalrunde investieren New Enterprise Associates (NEA) sowie die Altgesellschafter Battery Ventures, Hasso Plattner Ventures und Lakestar 27 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 20,5 Millionen Euro) in das Berliner Startup. Derzeit deckt GoEuro sieben europäische Länder ab: Deutschland, England, Spanien, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Mit dem frischen Geld will GoEuro nun weitere europäische Märkte erschließen.
Bild: Authentic Vision