Axa Global Innovation Campus

         

Vermittler zwischen Ideen und Kapital

Inkubator auf Bestellung – gibt’s nicht? Gibt’s doch! Global Innovation Campus heißt das Konzept, gegründet wurde es von Christoph Bertsch und Sebastian Reschke in Stuttgart. Ein Netzwerk von Gründern, Managern und Investoren, so beschreibt sich Innovation Campus selbst.

Dieses Netzwerk wollen die Macher nicht nur Startups, sondern insbesondere auch Konzernen zugänglich machen. Bezahlt wird gegen Leistung, was das Konzept erschwinglich machen soll. Aber es sei vor allem das Problem mit dem Scheitern, das GIC adressiert. „Viele Konzerne scheuen noch davor, Neues auszuprobieren“, weiß Mitgründer Reschke. „Selbst bei Investitionen in junge Unternehmen tun sich die Industriegrößen aus Angst vor Negativschlagzeilen schwer.“

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Gerade an dieser Stelle soll der Innovation-Campus-Ansatz zum Tragen kommen. „Weil nicht blind zugekauft werden soll, sondern aus frühen Phasen heraus neu entwickelt wird“, sagt Reschke. „Der Konzern steckt von Beginn an im Prozess mit drin, hat die volle Kontrolle bei der Entwicklung und kann aus den Fehlern, die gemacht werden, lernen – ohne, dass es direkte negative Auswirkungen auf die Konzernstruktur oder das Markenimage hat.“

Dabei sieht er Letzteres aus Gründersicht sogar ein wenig als Hindernis. „Junge ambitionierte Gründer gehen mit ihren Ideen nicht unbedingt zu Großkonzernen. Wir bieten ihnen den Zugang zu unserem Netzwerk und sie können sicher sein, dass ihre Idee nicht im Sande verläuft“, sagt Reschke.

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Denn wenn eine Idee geprüft und angenommen wurde, investieren Konzern und Global Innovation Campus in das Startup und entwickeln es weiter. Wird das Ganze zum Erfolg, kann das Großunternehmen sowohl GIC als auch die Gründer herauskaufen. „Läuft die Entwicklung nicht wie im Konzern gewünscht, kann der Konzern die Anteile an den GIC abtreten“, so Reschke.

Einen ersten Großkonzern hat das Konzept bereits überzeugt. Heute startet der Versicherungskonzern Axa seinen eigenen Innovation Campus, um Geschäftsideen in den Bereichen E-Health, Mobile, Big Data, Altersabsicherung und Lead-Generierung zu finden. Erste Gehversuche in der Startup-Szene hat das aus Frankreich stammende Versicherungsunternehmen bereits hinter sich: Im Heimatmarkt betreibt Axa einen eigenen Inkubator, hierzulande hat es dem Vernehmen nach bereits erste Gespräche mit Startups gegeben.

Axa-Vorstand Thilo Schumacher

Axa-Vorstand Thilo Schumacher

Ein erster Erfolg der Initiative sei bereits in Sichtweite, heißt es von Axa. Mit „FitPass“, einer Plattform für professionelle digitale Gesundheits- und Fitness-Services, befinde sich bereits eine der eingegangenen Ideen in der Gesellschaftsgründung und der Vorbereitung der Pilotphase.

Warum man sich bei Axa in Deutschland gegen einen eigenen Inkubator entschieden hat und was sich der Konzern von seinem Innovation Campus erhofft, erklärt Vorstandsmitglied Thilo Schumacher im Interview mit Gründerszene.

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Bild: © panthermedia.net / Jenny Sturm

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