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Tip Berlin hält Dariani und Hesse für „Nervensägen“

Den Titel „peinlichster Berliner“ vergibt das Berliner Stadtmagazin Tip einmal im Jahr an 100 ausgewählte Personen von öffentlichem Interesse. Neben Politikern, Musikern und Managern haben es 2013 auch zwei Internet-Gesichter in die zweifelhafte Liste geschafft: Ehssan Dariani und Axel Hesse.

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Dariani sei laut Tip demnach ein „Stauffenzwerg“, weil er auf Facebook im Juni 2013 zu einer bewaffneten „Operation Walküre“ gegen den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan aufgerufen hatte. Dem Post vorausgegangen waren Ausschreitungen zwischen Polizisten und Demonstranten auf dem Istanbuler Taksim-Platz. Später ruderte Dariani zurück und behauptete, er sei missverstanden worden: „Ich habe nie zu einem Attentat oder Gewalt gegen Erdogan aufgerufen!“ Trotzdem: Für die Äußerung landet der StudiVZ-Gründer auf Platz 21 der Tip-Liste.

Auch Platz 76 ging an einen Berliner Internet-Macher: Der omnipräsente Axel Hesse wird als „Narzisst“ unter den Top 100 gelistet. Zitat Tip: „Publicitysüchtiger Internet-Unternehmer. Der GutscheinPony-Macher will vor allen Dingen eins: ins Fernsehen. […] Herr Hesse ist immer dabei und man fragt sich: Wozu eigentlich? Narzisstische Persönlichkeitsstörung?“

Axel Hesse: „Potenzial nach oben!“

Hesse nimmt die Platzierung offenbar gelassen. Sein Kommentar gegenüber Gründerszene: „Ich hab mich natüüüüüürlich sehr geehrt gefühlt. Vor Rainer Brüderle und David Garrett gelandet zu sein, bedeutet mir sehr viel – da ist eindeutig noch Potenzial nach oben!“ Ehssan Dariani war für eine Reaktion bisher nicht zu erreichen.

Wie man solchen Platzierungen ebenfalls begegnen kann, zeigt Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur und achtpeinlichster Berliner 2013, auf Twitter: „Nach Platz 12 (08), 45 (09), 17 (10), nix in 11&12 ist Platz 8 ein Sensations-Comeback.“

Bild: Tip Berlin/Georg Räth