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Springer wirbt um „Talente aus dem digitalen Umfeld“

CEOs sehen aus wie Hipster, Mitarbeiter haben verrückte Jobtitel und hängen den ganzen Tag in Liegestühlen ab, Büros sind wie psychedelische Freizeitparks eingerichtet: So karikieren die Macher eines neuen Recruiting-Werbevideos aus dem Hause Axel Springer die Startup-Welt.

Das Video, das die Agentur Oliver Voss umgesetzt hat, soll „vor allem Talente aus dem digitalen Umfeld und Programmierer“ ansprechen, erklärt der Konzern etwas förmlich. „Das virale Video spielt mit den Klischees der Startup-Branche. Das häufig sehr bunte, kreative Arbeitsumfeld der jungen Gründerszene […] wird augenzwinkernd aufs Korn genommen.“

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Einen Gastauftritt in dem Video hat Bild-Chef Kai Diekmann. Auch Seriengründer und Viralstar Magnus Resch kommt vor – in einer Anspielung des vermeintlichen Startup-CEOs aufs Reschs legendäres Urlaubsvideo: „Das Tracking ballert durch die Decke! Ob das bei andern auch so geil ist? I doubt it!“

Es ist nicht das erste nicht ganz ernst gemeinte Video, mit dem der Springer-Verlag im Zuge seiner digitalen Wende am eigenen Image feilt. Im Frühjahr 2013 stellte Springer mehrere Filmchen ins Netz, die die Aktivitäten des Konzerns im Silicon Valley aufs Korn nahmen.

Da spielen die Springer-Manager Jens Müffelmann und Ulrich Schmitz Tipp-Kick im Hotelbett.

Oder der Konzern verlegt die gesamte eigene Geschichte in eine Garage in Palo Alto.

„Witziges Viral-Video“, attestierte der Branchendienst Meedia damals.

Zu den weniger gelungenen Machwerken aus dem Konzern gehört hingegen ein Video, das die hauseigene Journalistenschule nur wenige Monate vorher zum 50. Geburtstag von Vorstandschef Mathias Döpfner drehte – und über das der Blog Schlecky Silberstein titelte: „Die Weirdos vom Axel-Springer-Verlag“.

Bild: Screenshot YouTube-Video; Disclaimer: Axel Springer ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH hier: www.vmpublishing.com.