Es ist ein ungewöhnlicher Weg, über den die deutsch-britische Fintech-Gruppe Ayondo an die Börse in Singapur gelangen will: über eine sogenannte Reverse Takeover Transaction, wie das Unternehmen mitteilt. Das heißt, das 2008 gegründete Unternehmen schlüpft in die leere Hülle eines dort bereits gelisteten Unternehmens. Dies gehe schneller und sei billiger als ein gewöhnlicher Börsengang, begründete Ayondo den Schritt.

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Die Zusammensetzung der heute in London ansässigen Ayondo-Gruppe ist etwas unübersichtlich. Gegenüber FinTech Law erläuterte CEO und Gründer Robert Lempka: Die Ayondo Holding AG sitzt in der Schweiz. Früher hieß diese Holding Next Generation Finance Invest (Next GFI), die damals noch in Fintech-Unternehmen investierte. Ihre Kernbeteiligungen im Portfolio waren die britische Brokerplattform Gekko Global Markets (heute Ayondo Markets) und die Social-Trading-Plattform Ayondo GmbH aus Frankfurt am Main.

Nach dem Start an der Börse soll die neu konsolidierte Gruppe nach eigenen Angaben eine Marktkapitalisierung von 137 Millionen Euro erreichen. Damit wäre Ayondo auch das erste FinTech-Unternehmen, das an der Börse in Singapur notiert ist. Die Altaktionäre halten nach dem Börsengang noch 75 Prozent an Ayondo, so das Unternehmen. Neben der German Startups Group beteiligte sich der Finanzinvestor Luminor aus Singapur vor zwei Jahren an Ayondo. Seither betreibt die FinTech-Firma dort auch eine Niederlassung. Künftig soll Asien auf Basis der stärkeren Präsenz einer der Kernmärkte der Gruppe werden.

Bild: Steve Raymer