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Songza-Gründer Aza Raskin auf der Next 2014

Aza Raskin über den Verkauf von Songza an Google

In die Fußstapfen des Macintosh-Machers zu treten ist nicht gerade einfach. Aza Raskin, Sohn des 2005 verstorbenen Apple-Entwicklers Jef Raskin, versucht es trotzdem. Bereits in jungen Jahren stürzte er sich in die Tech-Branche und gründete mehrfach. In einem Interview mit der US-Nachrichtenseite Business Insider berichtet Raskin nun vom Verkauf eines seiner Startups an Google.

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Dass der studierte Mathematiker und Physiker 2007 im zarten Alter von 23 den Musikdienst Songza gründete, der 2008 an den mittlerweile eingestellten Musikshop Amie Street und im Juli dieses Jahres an Google verkauft wurde: Nebensache. Aza Raskin gibt sich bescheiden.

Die Idee zu Songza sei Raskin in der High School gekommen. Er habe erkannt, dass Musik kein sozialer Kanal gewesen sei: „Du konntest in einem Starbucks in Chicago sitzen und iPod hören, den Song aber mit niemandem teilen. Also habe ich Songza entwickelt.“ Über eine Millionen Songs hätten die Nutzer in der ersten Woche nach dem Start der Seite abgespielt.

Google, so Raskin, habe Songza zum einen wegen des Teams übernommen, dass „mit Leidenschaft bei der Sache ist und sich in der Materie auskennt“. Weil es dem Dienst gelungen sei, Nutzer dazu zu bringen, für Musik zu zahlen, sei Songza für Google interessant – trotz der vergleichsweise kleinen 5,5-Millionen-Nutzergemeinde. Die Produktvorstellungen beider Unternehmen seien ähnlich. „Ich schaue mir die Entwicklung von Google an und sehe Google Now, das weiß, was du vorhast, sobald du dein Smartphone anschaltest. Das emotionale Ich wird in Zukunft in solche Technologien eingebunden werden – und Songza wird ein Teil davon sein.“

Als Google Songza schluckte, gehörte das Unternehmen Raskin längst nicht mehr. Seine Reaktion auf den Exit: „Stell dir vor, dein Cousin, mit dem du lange zusammen gelebt hast, geht aufs College. Du hast viel Zeit mit ihm verbracht und magst ihn sehr. Dann heiratet er plötzlich diese wirklich wunderbare Frau und du freust dich einfach nur für ihn.“

Neben Songza launchte Raskin die Gesundheitsapp Massive Health, die 2013 an Jawbone, ein Tech-Gadget-Unternehmen, ging. Außerdem ist er der Gründer von Bloxes, das Bausteine aus Pappkarton vertreibt, mit denen sich etwa Möbel zusammenstecken lassen.

Im Schatten seines Vaters habe er sich nie gesehen – weil er sich an dessen Lebensmaxime hielt: „Du bist nur so gut wie dein nächstes Projekt“.

Zum kompletten Interview geht es hier.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von NEXT Berlin