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Outbank-Geschäftsführerin Anya Schmidt

Eine der bekanntesten deutschen Banking-Plattformen meldet Insolvenz an: Outbank. Das gab das Dachauer Startup am Dienstagmorgen bekannt. „Trotz stetiger Updates und erster Schritte in Richtung Monetarisierung mussten wir gestern schweren Herzens einen Insolvenzantrag stellen“, heißt es in einer Pressemeldung

Auf der Banking-Plattform konnten Nutzer eine Übersicht aller ihrer Bankkonten und Transaktionen sehen. Gegründet wurde Outbank schon 2005 von Tobias Stöger. Im April übernahm Anya Schmidt die Geschäftsführung und erklärte in einem Interview mit T3n das bisherige Geschäftsmodell – nämlich kostenpflichtige Premium-Abonnements – für gescheitert. 

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Mit Schmidt sollte dann ein Neuanfang her. Die Geschäftsführerin wollte den Service in der App ausbauen – etwa zusätzlich zu einer Übersicht der Konten auch Prognosen und Sparpläne anbieten. Outbank sollte durch Affiliate-Provisionen Geld verdienen, beispielsweise wenn Nutzer den auf der Plattform angebotenen Kredit eines Partners kaufen.

Schmidt sagte gegenüber Gründerszene: „Leider haben die vergangenen Monate nicht gereicht, um das Provisionsmodell profitabel auszubauen.“ Die Suche nach weiteren Geldgebern sei nicht erfolgreich gewesen. Wie es jetzt für das Fintech weitergeht, hänge vom Verhandlungsgeschick der Investoren ab: Entweder werde ein Käufer gefunden oder Outbank werde langfristig eingestellt.

Bereits im August 2015 investierten der aus dem TV bekannte Investor Frank Thelen und Wunderlist-Gründer Christian Reber in das Unternehmen. Mit ihrer Expertise sollte Outbank endlich skalierbar und massentauglich werden, nachdem viele Nutzer sich über die Updates und Änderungen in der App aufgeregt hatten. 

Bild: Outbank