Bauer Bravo

Markenprodukt Bravo verliert Käufer

Zwar war der Name Bauer Media in der Startup-Szene vereinzelt schon einmal zu hören, zuletzt etwa im Zusammenhang mit Investments in den B2B-Marketer Kyto von Project A oder den Shop-Aggregator Shoplove. Insgesamt aber hielt sich der Bauer-Verlag, bekannt insbesondere durch die Zeitschrift „Bravo“, in Sachen Digitalinvestments bislang eher bedeckt. Das soll sich nun ändern. Wie Deutsche Startups berichtet, plant das Hamburger Verlagshaus einen stattlichen Startup-Fonds: 100 Millionen Euro soll der Topf umfassen. Im Fokus sollen junge und aufstrebende Startups stehen.

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Es wäre ein wichtiger Zeitpunkt – und nach 2000 und 2007 der bereits dritte und zugleich größte Anlauf – für den Bauer-Verlag, sich stärker auf digitale Modelle zu fokussieren. Im vergangenen Jahr hatte der Bauer-Haupttitel „Bravo“ unter einem erheblichen Einbruch der Auflage um rund ein Drittel gelitten. Zur Jahrtausendwende wurde noch eine Auflage von fast einer Million gezählt, zuletzt waren es nicht einmal mehr 200.000 Hefte. Jüngstes Anzeichen der daher notwendigen Sparmaßnahmen: Im April wurde schlagzeilenträchtig die Chefin des berühmten „Dr. Sommer“-Teams entlassen.

Bild: Screenshot/Bravo.de